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Colitis ulcerosa – besserer Remissionserhalt unter oral-rektaler Kombinationsbehandlung
Patienten mit Colitis ulcerosa bleiben eher in der beschwerdenfreien Phase, wenn sie zusätzlich zu Mesalazin-Tabletten oder -Mikropellets rektale Darreichungsformen des Wirkstoffs anwenden. Gut für Schüler, Studierende und Berufstätige: Schon zwei Einläufe am Wochenende reduzieren das Risiko eines neuerlichen Schubes signifikant.

Den meisten Patienten mit Colitis ulcerosa ist der Wirkstoff Mesalazin (5-Aminosalizylsäure, 5-ASA) wohlbekannt. Sie erhalten ihn beispielsweise während akuter Schübe oder als Langzeittherapie, um einen erneuten Ausbruch der Erkrankung in beschwerdenfreien Phasen zu verhindern. Fachleute sprechen dann vom Remissionserhalt.

In einer aktuellen Studie wurde nun untersucht, ob dieser Remissionserhalt besser gelingt, wenn Patienten nicht nur orales 5-ASA einnehmen, sondern sich zusätzlich einen 5-ASA-Einlauf verabreichen. Die Teilnehmer waren zum Studienbeginn gerade erst von einem Schub in die beschwerdenfreie Phase gelangt und wurden nach dem Zufallsprinzip auf zwei Behandlungsgruppen verteilt: In der einen nahmen sie täglich 3 Milligramm orales 5-ASA zu sich, in der anderen täglich 3 Milligramm orales 5-ASA sowie samstags und sonntags einen Einlauf mit 1 mg 5-ASA.

Studienabbruch wegen erfolgreicher Therapie
Nachdem gerade mal 24 Patienten aufgenommen und durchschnittlich 305 Tage behandelt worden waren, wurde die Studie auch schon wieder beendet. Der Grund: Eine Zwischenanalyse zeigte, dass in der Gruppe mit der Kombinationsbehandlung nur zwei von ursprünglich elf Patienten einen Rückfall erlitten hatten, in der Gruppe mit alleiniger oraler Therapie dagegen zehn von 13. Damit wurde offenkundig, dass die alleinige orale Therapie schlechter als die Kombinationstherapie war, und eine Fortführung der Studie wäre ethisch nicht vertretbar gewesen.

Dies hatte zwar zur Folge, dass die Gesamtzahl der Patienten klein blieb, was die Aussagekraft der Ergebnisse schmälert. Dennoch war der Unterschied in den Behandlungsgruppen statistisch signifikant. Zudem betonen die Autoren, dass in ihrer Studie – anders als in einer früheren, ähnlichen Studie – auch Patienten mit einem erhöhten Rückfallrisiko eingeschlossen waren. Darüber hinaus zeigte sich, dass die Kombinationsbehandlung trotz der insgesamt höheren 5-ASA-Dosis gut vertragen wurde.

Die Autoren sind daher der Meinung, dass eine Kombination aus täglich verabreichter oraler 5-ASA und zweimaligen Einläufen die Therapie der ersten Wahl in der Erhaltungstherapie sein könnte. In der Anwendung am Wochenende sehen sie vor allem für jene Patienten einen Vorteil, die während der Woche aus schulischen oder beruflichen Gründen rektale Darreichungsformen ablehnen.

Die Alternative zum Einlauf – der Rektalschaum
Patienten, die 5-ASA-Einläufen aus Komfortgründen ablehnend gegenüberstehen, können denselben Nutzen auch mit einem 5-ASA-Rektalschaum erzielen. Der Schaum hat für die Anwender mehrere Vorteile. Anders als beim Einlauf muss er nicht im Liegen verabreicht werden, da er sich aktiv im Darm verteilt. Auf Grund des geringen Schaumgewichts entsteht auch kein unkontrollierbarer Stuhldrang und die Patienten bleiben während der Anwendung mobil. Zudem haftet der Schaum gut an der Darmwand, sodass das Mesalazin lang auf die Darmwand einwirken kann.

Wenn Sie weitere Informationen zum Rektalschaum wünschen, sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt oder fordern kostenlos unsere Informationsbroschüre an.

Quelle: Yokohama et al. Inflamm Bowel Dis 2007 ; 13 :1115-1120

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Mesalazin steht in den verschiedensten Darreichungsformen zur Verfügung. Studien zufolge bleiben Colitis-ulcerosa- Patienten eher in Remission, wenn sie orale und rektale Formen kombiniert anwenden.
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