|
|
Hitliste
Der meistgelesene Beitrag im Februar: Sich einfach mal zusammenreißen – das funktioniert nicht
Oscar für Prävention
30.01.2012 - Recordati Pharma ist Partner und Sponsor des Felix Burda Awards für Projekt der Darmkrebsvorsorge. Weiter...
Schneckenschleim und Eigenurin
13.01.2012 - Welche Hausmittel sind nützlich, wo lauern Gefahren? Weiter...
CED: Antibiotika unter Verdacht
09.01.2012 - Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Erkrankungen und der Einnahme von Antibiotika? Weiter...
Mit Achtsamkeit gegen Schmerz
20.12.2011 - Meditation mindert zwar nicht den Schmerz an sich, wohl aber wie er wahrgenommen wird Weiter...
Magenschleimhautentzündung
19.12.2011 - Telefon-Sprechstunde mit Experten der Gastro-Liga e.V. zum Thema Gastritis am 4. Januar 2012 von 18 bis 20 Uhr Weiter...
Terminhinweise
01.12.2011 - Die CED-Hilfe e.V. in Hamburg weist auf Veranstaltungen im Februar und März 2012 hin. Weiter...
Flosa® mit Indischen Flohsamenschalen – sanfte Hilfe für den Darm
29.11.2011 - Flohsamenschalen regulieren die Stuhlkonsistenz und lindern Verdauungsstörungen wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Bauchkrämpfe. Weiter...
Ausgebrannt - nicht nur im Job
11.11.2011 - Ein Burnout-Syndrom sollte nicht nur auf das Berufsleben zurückgeführt werden Weiter...
Medizinischer Expertenservice
Sie haben eine spezielle Frage zu Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa? Unser Experte Prof. Dr. med. Andreas Stallmach antwortet Ihnen direkt per e-mail. Weiter... |
|||||
|
Ernährung und CED - es gibt nicht nur einen Übeltäter
26.05.08 - Bei der Entstehung chronisch entzündlicher Erkrankungen spielen neben vorbelastenden Erbanlagen auch Umweltfaktoren eine Rolle. Oft sind es bestimmte Nahrungsmittel, denen man einen auslösenden Einfluss zuschreibt - eindeutig nachweisen ließ der sich bislang aber nicht. Eine aktuelle Studie legt nun nahe, dass es weniger einzelne Nahrungsmittel, sondern vielmehr ganze Ernährungsmuster sind, die das Krankheitsrisiko bedingen.
Mal waren es Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel, mal Cornflakes, Margarine oder Zahnpasta und vor kurzem auch Spülmittelreste – die Liste jener Substanzen, die als mitauslösend für CED diskutiert werden, ließe sich fortsetzen. Zwar fehlen harte Belege, um den einen oder anderen Kandidaten wirklich „dingfest“ zu machen, dennoch ist zumindest an manchen Verdächtigungen etwas dran. Dies zeigt aktuell eine kanadische Studie , in der untersucht wurde, ob und inwieweit bestimmte Ernährungsmuster das Erkrankungsrisiko für Morbus Crohn beeinflussen. Einzelne Nahrungsmittel zu untersuchen, ist den Autoren zufolge nicht sinnvoll, weil die tägliche Ernährung ja aus einer Vielzahl von Nahrungsmitteln besteht, die miteinander wechselwirken. Derartige Interaktionen blieben bei Studien mit isolierten Nahrungsmitteln unberücksichtigt, so die Kritik. Zudem hätten sich bestimmte Ernährungsmuster bereits bei anderen Erkrankungen, wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, als risikofördernd erwiesen, so die Autoren. Warum also nicht auch bei CED? Fast food schadet, Gemüse schützt In der Studie wurden 149 Kinder und junge Erwachsene bis 20 Jahren mit neu diagnostiziertem Morbus Crohn mit 251 alters- und geschlechtsgleichen Kontrollpersonen ohne Morbus Crohn verglichen. Dazu untersuchten die Forscher zunächst, wie sich die Teilnehmer ernährten und identifizierten – für männliche und weibliche Teilnehmer getrennt - bestimmte Ernährungsmuster. Statistische Analysen zeigten schließlich, dass Teilnehmerinnen häufiger an Morbus Crohn erkrankt waren, wenn sie ein von den Autoren als „westlich“ bezeichnetes Ernährungsverhalten aufwiesen („western pattern“). Dieses Verhalten zeichnete sich vor allem durch den Verzehr von fritierten oder gebratenen, fleisch- und fetthaltigen Nahrungsmitteln aus. Wesentliche Bestandteile waren etwa Hamburger, Pizza, Hot dogs, Chicken nuggets, Pommes frites, Backwaren aber auch Pasta. Demgegenüber schützte ein als „vernünftig“ bezeichnetes Ernährungsmuster offenbar davor zu erkranken („prudent pattern“). Es basierte vor allem auf Obst und Gemüse, daneben waren Reis, Olivenöl, dunkle Brote, frischer Fisch und Nüsse enthalten. Vor allem der hohe Gemüseanteil trug offenbar viel zum schützenden Effekt bei. Bei den männlichen Teilnehmern reduzierte das weitgehend identisch zusammengesetzte vernünftige Ernährungsmuster ebenfalls das Risiko zu erkranken. Ein als „teilweise westlich“ bezeichnetes Muster („partial western pattern“) erhöhte das Erkrankungsrisiko tendenziell, aber statistisch nicht signifikant. Es war weniger fleischlastig als das der Teilnehmerinnen, ansonsten aber ähnlich aufgebaut. Andere Ernährungsmuster wiesen weder bei weiblichen noch bei männlichen Teilnehmern einen Zusammenhang zur Erkrankungshäufigkeit auf. Eine Verhaltensänderung könnte sich lohnen Diese Ergebnisse decken sich mit denen früherer Studien, die den Zusammenhang zwischen Ernährungsmustern und anderen chronischen Erkrankungen untersuchten. Diese Studien hätten auch gezeigt, dass sich eine Änderung des Ernährungsverhaltens von „westlich“ nach „vernünftig“ positiv auswirkt, so die Autoren der kanadischen Studie. Sie folgern daher, dass eine Ernährungsmodifikation die Krankheitslast auch bei Morbus Crohn reduzieren könnte, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Um dies zu bestätigen, sind zweifellos weitere Studien nötig. Eine Botschaft kann man aber vielleicht jetzt schon ziehen. Möglicherweise ist es nicht ein ein einzelnes Nahrungsmittel, das man aus der Ernährung weglässt, um die Erkrankung – etwa bei erblichem Risiko - zu vermeiden oder den Verlauf günstig zu beeinflussen. Vielmehr scheint eine grundlegend gesunde Ernährungsweise nötig zu sein. Und das ist eigentlich eine bekannte Botschaft. Quelle: D’Souza et al. : Dietary Patterns and Risk for Crohn’s Disease in Children. Inflamm Bowel Dis. Vol 14, No. 3, März 2008 |
![]()
Die Ernährungspyramide als Leitfaden für eine gesunde Ernährung Grundlage sind ungesüßte Getreideprodukte, Gemüse und Obst. Es folgen Fisch und ölsäurereiche Produkte sowie Milchprodukte, schließlich Fleisch und zuletzt Süßigkeiten. Dies entspricht in etwa dem vernünftigen ("prudent") Ernährungsschema, das in der Studie vor Morbus Crohn schützte.
|
|||||