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Medizinischer Expertenservice
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Fährten im Dickicht
Anders als etwa ein Beinbruch lassen sich chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) nicht sofort anhand eines offenkundigen Befundes erkennen. Zum einen ist die Ursache der Darmentzündungen nicht bekannt, zum anderen ähneln die Symptome denen von anderen Erkrankungen. So ist es vielmehr ein Mosaik an Informationen, das den Arzt auf die richtige Fährte führt.

Erste Bausteine sind die bereits geschilderten Beschwerden. Denkt der Arzt dann schon an eine CED, kann er nach weiteren Hinweisen fahnden. Hat der Patient beispielsweise Eltern oder Geschwister, die an CED leiden oder litten? Dann ist sein Risiko ebenfalls eine CED zu entwickeln gegenüber der Allgemeinbevölkerung erhöht. Lassen sich auch verhärtete Darmschlingen ertasten oder zeigen sich gar Fisteln in der Afterregion verstärkt sich der Verdacht. Anschließend wird der Arzt bestimmte Blutwerte messen, die Aufschluss über das Ausmaß der Entzündung im Körper geben. Weitere Untersuchungen, die gegebenenfalls eine Überweisung zu einem Spezialisten erfordern, sind
  • die Ultraschalluntersuchung (Sonografie),
  • die Endoskopie,
  • das Röntgen
  • sowie die Computer- und Kernspintomografie.

Keines dieser Verfahren ist für die anfallenden Fragestellungen gleich gut geeignet. Je nachdem, ob es um die Erstdiagnose, die Beobachtung des Krankheitsverlaufs oder um das Aufspüren von Fisteln oder Abszessen geht, kommen daher unterschiedliche Methoden zum Einsatz.





Röntgenbild des Darmes
Ein Baustein im Gesamtbild, das letzten Endes Morbus Crohn heißt.
Foto: Prof. Wolfgang Fischbach
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