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Medizinischer Expertenservice
Sie haben eine spezielle Frage zu Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa? Unser Experte Prof. Dr. med. Andreas Stallmach antwortet Ihnen direkt per e-mail.
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Licht ins Dunkel
Die Spiegelung (Endoskopie) ist derzeit die sicherste Methode, um eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED) zu erkennen oder auszuschließen. Sie allein erlaubt es, die Schleimhaut direkt einzusehen und gegebenenfalls Gewebeproben zu entnehmen (Biopsie). Zur Untersuchung führt der Arzt ein längliches Instrument (Endoskop) in den Verdauungstrakt ein, das mit einer Lichtquelle, einer Optik und mit einem Instrumentenkanal ausgestattet ist. Über diesen Kanal können die Zangen zur Gewebeentnahme eingeführt werden.

Bei einem Zugang über den Mund lassen sich Speiseröhre (Ösophagoskopie), Magen (Gastroskopie) sowie die obersten Abschnitte des Dünndarms (Duodenoskopie) inspizieren. Erfolgt der Zugang über den After, kann der Arzt den Mastdarm (Rektoskopie) und den Dickdarm (Koloskopie) sowie die letzten Zentimeter des unteren Dünndarms (Ileoskopie) einsehen. Der mittlere Abschnitt des Dünndarms blieb wegen der schieren Länge des Verdauungstrakts und der vielen Schlingen bis vor wenigen Jahren ‚unbekanntes Land’. Hier kann neuerdings die Kapselendoskopie abhelfen.

Bei diesem Verfahren schluckt der Patient eine Miniatur-Video-Kamera, die während der Darmpassage Bilder der Schleimhaut aufzeichnet und an ein Empfangsgerät außerhalb des Körpers überträgt (siehe Abbildungen rechts). Der Patient wird dadurch in keinster Weise beeinträchtigt und scheidet die Mini-Kamera auf natürlichem Wege aus. Allerdings kann die Kapsel bislang nicht gesteuert werden und erlaubt auch keine Gewebeentnahme. Die Kapselendoskopie ist daher bestimmten Fragestellungen vorbehalten (z.B. unklare Blutungen bei Verdacht auf Morbus Crohn) und ihr Stellenwert muss sich noch genau erweisen.



Kapselendoskopie
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Kapselendoskopie 
Das neue Verfahren erlaubt es, erstmals auch die mittleren Dünndarmabschnitte einzusehen.
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