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Reizdarm
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Gesunde Ernährung
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Achtung Couch-Potatoes
29.06.2010 - Sport hilft Angst bei chronischen Erkrankungen zu vertreiben Weiter...
Aphthen
18.06.2010 - Schmerzhafte Stellen im Mund können Anzeichen für Nahrungsmittelunverträglichkeit und Vitamin-Mangel sein Weiter...
Bier oder Cannabis?
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Erster Frauenarztbesuch
21.05.2010 - Junge Mädchen, die keine Beschwerden haben, sollten zwischen 12 und 17 Jahren ihren ersten Termin bei einem Gynäkologen wahrnehmen Weiter...
Impfungen
21.05.2010 - Eine Immunisierung gegen Krankheitserreger ist auch bei herabgesetzter Immunabwehr möglich Weiter...
Quo vadis Gastroenterologie?
17.05.2010 - In diesem Jahr fand das Merckle Recordati Symposium für Gastroenterologen zum 15. Mal statt. Weiter...
Kaiserschnitt im Trend
09.05.2010 - Infos zum Thema jetzt neu unter www.familienplanung.de Weiter...
Achtung Reizmagen
29.04.2010 - Leichte Speisen und der Verzicht auf Alkohol und Kaffee helfen Weiter...
Endosonographie
24.04.2010 - Bei der Endosonographie wird die Darmspiegelung mit einer Ultraschallsonde kombiniert. Weiter...
Achtung Pollenflug!
19.04.2010 - Allergiker müssen auch bei bestimmten Lebensmitteln mit Unverträglichkeiten rechnen. Weiter...
Medizinischer Expertenservice
Sie haben eine spezielle Frage zu Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa? Unser Experte Prof. Dr. med. Andreas Stallmach antwortet Ihnen direkt per e-mail. Weiter... |
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Perspektivwechsel – der Partner
25.09.06 - „Ich kann mir schon vorstellen, dass Beziehungen an einem Morbus Crohn oder einer Colitis ulcerosa zerbrechen. Für mich war Trennung aber nie ein Thema!“
Gert (Name von der Redaktion geändert) war 16, als er seine Freundin Elke kennen lernte. Das ist jetzt zehn Jahre her und schon damals litt sie an einem Morbus Crohn. Die meiste Zeit war er der gesunde Partner, bis er vor gut einem Jahr selbst an einer Colitis ulcerosa erkrankte. Wir haben mit ihm über das Leben an der Seite einer CED-Patientin und über seinen Rollenwechsel nach der eigenen Diagnose gesprochen. Gert, hat Elke seinerzeit versucht, ihre Erkrankung zu verheimlichen? Elke hat mir so ziemlich am Anfang unserer Beziehung erzählt was sie hat. Ich denke, dass man die Krankheit auch gar nicht verheimlichen kann. Sobald Beschwerden aufteten, bekommt man das als Partner mit. Was bedeutete das für Sie? Anfangs konnte ich mir nicht besonders viel unter einem Morbus Crohn vorstellen. Elke ging es zunächst auch nicht sonderlich schlecht, sodass ich - was die Zukunft betraf - überhaupt keine negativen Gedanken hatte. Ich wusste damals auch noch nicht, welchen Verlauf die Erkrankung nehmen kann. Aber ich bemühte mich, Rücksicht zu nehmen und sensibel mit dem Thema umzugehen. Den Schmerz kann man damit zwar nicht nehmen, aber man kann Trost spenden und einfach da sein. Und selbst wenn man vielleicht nur eine Wärmflasche vorbereitet oder eine heiße Tasse Tee, dann kann das dem anderen schon wieder ein bisschen Kraft geben. Gab es nie Konflikte? Das ist zwar längere Zeit nicht mehr der Fall gewesen, aber noch vor einigen Jahren gab es die schon. Ich war ja noch sehr jung und gesund und wollte Freitag abends auch mal Gas geben, zum Beispiel in die Disco gehen. Wenn Elke dann nicht konnte oder wollte kam es schon mal zum Streit. Sie sagte „Warum kannst Du mich nicht verstehen, warum bleibst Du nicht bei mir?“, und ich wollte meinerseits meine Interessen durchsetzen. Wie konnten Sie solche Situationen bereinigen? Wir versuchten so damit umzugehen, dass nicht immer nur einer zurückstecken musste. Manchmal bin ich bei Elke geblieben, manchmal aber auch alleine losgezogen. Kann eine Beziehung an der Erkrankung zerbrechen? Sie ist auf jeden Fall eine Belastung für die Beziehung. Der Partner ist, wenn es Ihm schlecht geht, in vielen Dingen eingeschränkt. Das zieht sich natürlich wie ein roter Faden durch das Leben. Schon allein ein Stadtbummel lässt sich mit Durchfall und Bauchschmerzen kaum noch durchführen. Auch das Sexualleben leidet, weil das Bedürfnis einfach nicht da ist, wenn es einem nicht gut geht. Das leuchtet einem gesunden Menschen nicht immer ein und man wird dann schon mal ungeduldig und will auch kein Verständnis mehr aufbringen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es Partner gibt, die damit nicht zurecht kommen. Selbst habe ich aber nie an eine Trennung gedacht, auch nicht wenn es mal sehr schwierig war. Und jetzt sitze ich ja im selben Boot mit meiner Colitis ulcerosa. Was bedeutet das für Ihre Lebensplanung? Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Krankheit einem bei allem einen Strich durch die Rechnung machen kann. Man ist beispielsweise beruflich wesentlich unflexibler, denn schließlich weiß man nicht, wann man das nächste mal einige Wochen oder Monate im Krankenhaus verbringt. Da ist ein guter Arbeitgeber schon sehr sehr wichtig. Oder man macht sich bestimmt mehr Gedanken darüber, ob man einige Hunderttausend Euro Schulden für ein Haus aufnimmt oder sich nicht doch eher mit einer 2-Zimmer-Wohnung begnügt, weil man eventuell den Kredit nicht zurückzahlen kann. Ein anderes Thema, das mich persönlich sehr beschäftigt, ist die Gründung einer Familie. Ich hätte gerne Kinder, aber zurzeit nehmen Elke und ich Medikamente, die die Gesundheit des Kindes gefährden könnten. Dieses Risiko möchten wir nicht tragen. Ich hoffe, dass wir die Medikamente irgendwann absetzen können. Wie war es, als Sie von Ihrer eigenen Colitis ulcerosa erfuhren? Ich war am Boden zerstört, nicht zuletzt, weil ich von Elke wusste, wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen verlaufen können. Anfangs hatte ich noch die Hoffnung, dass die Colitis bei mir nicht chronisch würde, aber die hat sich mittlerweile zerschlagen. Hat es Ihre Beziehung verändert, dass Sie nun beide an einer CED erkrankt sind? Ich kann Elke seither viel besser verstehen und für mich ist es natürlich auch wesentlich einfacher. Elke weiß ja selbst was mit mir los ist und kann mich in vielen Situationen unterstützen. Ich denke schon, dass es unsere Beziehung noch mehr zusammengeschweißt hat. Es ist zwar auch die Belastung größer geworden, aber in unserem Fall können wir uns manchmal gegenseitig einen kleinen Teil davon abnehmen. Das ist wirklich schön. Ich habe im Laufe der Jahre bei Elke gelernt Verständnis aufzubringen. Sie musste das nicht mehr lernen, denn schließlich kann Sie sehr gut nachempfinden, wie es einem geht. |
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