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Ostern unter Kängurus
26.03.07 - Alles was geht, auch mit CED. Seit zwei Tagen ist unsere Weblog-Autorin Carla in Australien. In mehreren Beiträgen erzählt sie selbst, wie sie sich vorbereitet hat, und was sie während der Reise alles erlebt.

Vor gut einem Jahr bekam ich einen Anruf einer guten Freundin aus Melbourne. Sie erzählte voller Vorfreude, dass sie nun endlich ihren Freund heiraten werde. Das war für meinen Mann und mich Anlass genug, die beiden endlich mal zu besuchen. Ein Termin war schnell gefunden - Ostern 2007. Das war aus damaliger Sicht ja noch schrecklich weit weg, so dass wir alle notwendigen Vorbereitungen in aller Ruhe treffen konnten.

3.000 Kilometer in 18 Tagen
Um überhaupt eine Vorstellung von diesem Land/Kontinent/Insel zu bekommen, habe ich mir erst einmal eine Australien-Karte gekauft. Es stand schnell fest, dass wir nach einer ersten Akklimatisierungsphase in Melbourne in den Nordosten fliegen und dann die Ostküste bis Brisbane herunterfahren wollten. Von dort sollte es mit dem Flugzeug nach Adelaide gehen und dann mit dem Mietwagen die Great Ocean Road zurück nach Melbourne.

Knappe 3.000 Kilometer Fahrstrecke (ohne die Flüge) in 18 Tagen und eben ein paar Tage in Melbourne -das erscheint ganz schön viel. Ich bin auch wirklich mal gespannt, wie sich das so gestalten wird. Dank Google Earth bekommt man eine gute Vorstellung, was es alles zu sehen gibt. Strände, Urwald, Meer. Das ließ sich alles schon mal sehr gut an.

Mit Optimismus und Notfallapotheke
Gesundheitlich gehe ich diese Reise sehr optimistisch an. Ich bin seit knapp zwei Jahren quasi beschwerdefrei und nehme zum Remissionserhalt Azathioprin ein. Auch meine Hausärztin – sie ist Fachärztin für Anästhesie und Naturheilkunde und betreut mich seit der Diagnose – war begeistert, als ich mit ihr die Reise besprechen wollte. Ich habe sie aber nie konkret danach gefragt, ob ich reisen darf oder es besser bleiben lasse.

Neben dem Azathioprin hat sie mir noch eine Notfallversorgung aufgeschrieben, die hauptsächlich aus Cortison, Antibiotika, Mittel gegen Durchfall und gegen Stiche oder Verbrennungen - es ist leider Quallenzeit, wenn wir in Australien sind - besteht. Eine etwas umfangreichere Vorsorge werde ich wegen meiner Gerinnungsstörung treffen müssen. Allerdings ist das auch nichts Neues. Das Thema Impfungen konnte ich dagegen abhaken, da es dazu für Australien keine Vorschriften gibt. Gegen die wirklich gefährlichen Dinge, wie Schlangen, Spinnen und Quallen kann man sich eh nicht impfen.

Die gesundheitliche Versorgung in Australien gilt als sehr gut. Wenn es Probleme geben sollte, werde ich daher schnell einen Arzt aufsuchen. Die Notfallapotheke ist für den Fall, dass es mir plötzlich im Nirgendwo schlecht gehen sollte: Cortison als Stoßtherapie, wenn ich merke, dass sich ein Schub anmeldet und Antibiotika bei einer eventuellen Blasenentzündung oder einem Husten, den ich mir im Flieger fangen könnte. Da ich meinen Körper gut kenne, sehe ich da keine Probleme.
 
Sightseeing und Fläzen
Nach dem Studium von Reiseführern und Karten, stand für uns sehr schnell fest, dass wir die Reise auf uns zukommen lassen werden. Es gibt so viel zu sehen, dass ich befürchtete in Stress zu geraten, wenn wir einen genauen Reiseplan ausarbeiten. Stattdessen werden wir nun jeden Morgen so weit fahren, bis es uns irgendwo gut gefällt und bleiben dann dort. Dann haben wir immer noch den Nachmittag, um die Umgebung zu erkunden oder einfach faul am Strand zu liegen.

Bis auf Weiteres aus Australien
Eure Carla

  sehr gut gut geht so schlecht
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Carlas Route durch Australien - gestrichelte Strecken legt sie mit dem Flugzeug zurück, durchgezogene mit dem Auto. Wir drücken ihr die Daumen!
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