|
|
Hitliste
Der meistgelesene Beitrag im Februar: Sich einfach mal zusammenreißen – das funktioniert nicht
Oscar für Prävention
30.01.2012 - Recordati Pharma ist Partner und Sponsor des Felix Burda Awards für Projekt der Darmkrebsvorsorge. Weiter...
Schneckenschleim und Eigenurin
13.01.2012 - Welche Hausmittel sind nützlich, wo lauern Gefahren? Weiter...
CED: Antibiotika unter Verdacht
09.01.2012 - Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Erkrankungen und der Einnahme von Antibiotika? Weiter...
Mit Achtsamkeit gegen Schmerz
20.12.2011 - Meditation mindert zwar nicht den Schmerz an sich, wohl aber wie er wahrgenommen wird Weiter...
Magenschleimhautentzündung
19.12.2011 - Telefon-Sprechstunde mit Experten der Gastro-Liga e.V. zum Thema Gastritis am 4. Januar 2012 von 18 bis 20 Uhr Weiter...
Terminhinweise
01.12.2011 - Die CED-Hilfe e.V. in Hamburg weist auf Veranstaltungen im Februar und März 2012 hin. Weiter...
Flosa® mit Indischen Flohsamenschalen – sanfte Hilfe für den Darm
29.11.2011 - Flohsamenschalen regulieren die Stuhlkonsistenz und lindern Verdauungsstörungen wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Bauchkrämpfe. Weiter...
Ausgebrannt - nicht nur im Job
11.11.2011 - Ein Burnout-Syndrom sollte nicht nur auf das Berufsleben zurückgeführt werden Weiter...
Medizinischer Expertenservice
Sie haben eine spezielle Frage zu Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa? Unser Experte Prof. Dr. med. Andreas Stallmach antwortet Ihnen direkt per e-mail. Weiter... |
|||||
|
Weihrauch - vom rituellen Reinigungs- zum Heilmittel
03.12.07 - Viele lieben den Duft, bei anderen löst er eher Unbehagen aus – die Rede ist vom Weihrauch, der gerade jetzt in der Liturgie einen festen Platz hat. Wenn die Messdiener mit feierlichem Gestus das Weihrauchfass schwingen, stimmen sie die Kirchenbesucher auf Gebete, Lesungen und Gesänge ein. Da der Geruchssinn eng mit der Gefühlswelt verbunden ist, funktioniert das auch sehr gut und löst bei vielen die erwünschte Hinwendung zur gemeinschaftlich zelebrierten Feier aus.
Der Rauch, der die Kirchenschiffe durchzieht, stammt vom Harz des Weihrauchbaumes Boswellia. Die Gattung umfasst mehrere Arten, die in Trockengebieten vorwiegend im Osten Afrikas, auf der arabischen Halbinsel und in Indien vorkommen. Zur Weihrauchernte ritzt man die Rinde dieser Bäume an und lässt das Harz über Wochen hinweg aus den Wunden herausbluten. In Form getrockneter Klumpen kommt es dann als Weihrauchharz oder Olibanum in den Handel und entwickelt beim Verglühen den unverwechselbar duftenden Rauch. Seine Verwendung in der Weihnachtszeit geht nicht zuletzt auf die Gaben der Drei Weisen aus dem Morgenland zurück. Neben Gold und Myrrhe brachten sie dem Jesuskind bekanntermaßen auch Weihrauch als Geschenk dar. Allerdings wurde der Weihrauch schon früher bei rituellen Handlungen verwendet, daneben auch als Reinigungs- und Heilmittel. Hilfreich auch bei CED? So erhielten orientalische Götter schon vor 7000 Jahren Weihrauch als Opfergabe, und die alten Ägypter verwendeten das Harz zur Mumifizierung herausragender Persönlichkeiten sowie zum Desinfizieren. In der ebenfalls jahrtausendealten ayurvedischen Gesundheitslehre wurde und wird Weihrauch gegen entzündliche Erkrankungen verschiedener Art eingesetzt. Tatsächlich gilt als belegt, dass Weihrauch – zumindest der Art Boswellia serrata - medizinisch sinnvolle Eigenschaften hat. Verantwortlich dafür sind offenbar die im Harz enthaltenen Boswelliasäuren, die nach derzeitigen Erkenntnissen die Produktion entzündungsfördernder Substanzen (Leukotriene) hemmen. Dies lässt einen Einsatz etwa bei rheumatischen Erkrankungen aber auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sinnvoll erscheinen. In Deutschland wurden auch schon Studien mit dem Boswellia-serrata-Extrakt H 15 bei Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa durchgeführt. Insgesamt zeigte sich, dass Weihrauch in etwa so wirksam ist wie 5-Aminosalizylsäure-Präparate. Da der Wirksamkeitsnachweis von Weihrauch auf Grund der unzureichenden Datenlage jedoch als nicht gesichert gilt, sind Weihrauch-Präparate nicht als Arzneimittel zugelassen. Experten weisen zudem auf das Problem hin, entsprechende Weihrauch-Extrakte in guter und standardisierter Qualität zu erhalten. Eine Anwendung sollte daher nie ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Weihrauch für zuhause Was Sie jedoch sehr wohl tun können, ist, sich mit dem Rauch in weihnachtliche Stimmung zu versetzen – entweder in der Kirche oder zuhause. Auf tranceartige Zustände sollten Sie dabei aber nicht hoffen. Zwar wird dem Harz immer wieder nachgesagt, es enthalte auch Substanzen, die beim Verbrennen oder auf biochemischem Wege den Haschischinhaltsstoff Tetrahydrocannabinol ergeben würden. Einem Artikel in der Pharmazeutischen Zeitung zufolge sind jedoch schon mehrere Wissenschaftler am entsprechenden Nachweis gescheitert (Safayhi H: Wie der Haschisch in den Weihrauch kam. Pharmazeutische Zeitung 2001). |
Tipps zum Selberräuchern
Weihrauchharz erhalten Sie beispielsweise im spezialisierten Versandhandel für Kirchenbedarf oder in der Apotheke. Angeboten werden uner anderem reine Harze und deren Mischungen oder Harze, denen ätherische Öle zugesetzt wurden. Letztere duften dann eher nach dem Öl. Die Preise bewegen sich je nach Mischung und Menge meist zwischen 5 und 12 €. Sortimentkästchen sind für ca. 25 € erhältlich. Der Rauch entsteht, wenn das Harz erhitzt wird. Traditionellerweise streut man es dazu auf spezielle Weihrauchkohlen, die vorher zum Glühen gebracht wurden. Zuhause ist diese Praxis nicht unbedingt empfehlenswert, da gesundheitsschädliche Stoffe entstehen können. In jedem Fall empfiehlt es sich, schwarzes, verbranntes Harz von der Kohle zu kratzen und neues Harz aufzustreuen, sobald sich die Glut wieder neu entfacht hat. Die Alternative ist, das Harz zu verdunsten. Dazu gibt man es einfach in eine feuerfeste Schale und erhitzt diese über einer Kerze. |
|||||