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Medizinischer Expertenservice
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Gute Vorsätze: In kleinen Schritten zum Ziel
29.12.08 - Jahreswechsel – für viele ist jetzt die Zeit für einen Neubeginn. Zu den Top Ten der guten Vorsätze für 2009 gehören: mehr Sport, weniger Stress und Schluss mit Rauchen. CED-Patienten schlagen dadurch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie können nicht nur ihr allgemeines Wohlbefinden steigern, sondern unter Umständen auch die chronische Darmentzündung positiv beeinflussen. Doch wie packt man es an, dass der gute Wille keine Eintagsfliege bleibt?

Vom Gedanken zur Tat

Wissenschaftliche Studien haben ergeben: Während mäßiger Sport die regressive Phase bei CED-Patienten verlängern kann, erhöht andauernde psychosoziale Belastung das Entzündungsrisiko. Und Rauchen hat bei Morbus Crohn gravierende Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf.

Doch auch wenn der Kopf weiß, was wir tun müssten – im Alltag fällt es uns immer wieder schwer, gesundheitsfördernde Verhaltensweisen dauerhaft durchzuziehen.

Hatten wir uns nicht schon letztes Jahr fest vorgenommen, regelmäßig zur Arbeit zu radeln, einen Yogakurs zu besuchen oder wöchentlich zweimal zwanzig Bahnen im Schwimmbad zu ziehen?

Die Achseln zucken, wenn Kollegen, Kunden oder Kinder nerven? Lieber eine gemütliche Kugel schieben als atemlos durch das Leben zu hetzen? Den blauen Dunst an uns vorbei ziehen lassen?

Hemmschuh Perfektionismus

Am Jahresende sind wir meist wieder da, wo wir angefangen haben. Aber was ist es, was uns von unseren Zielen abhält? Der viel zitierte innere Schweinehund?

Psychologen sagen: Häufig sind es nicht Trägheit oder mangelnde Kosequenz, die uns einen Strich durch die Rechnung machen, sondern Perfektionismus. Der sicherste Weg zum Misserfolg sind zu hohe Erwartungen an uns selbst: wir wollen zu früh zu viel auf einmal, gestehen uns keine Rückschläge zu.

Sieben Schritte zum Erfolg

Sicherer ist es, sich dem Ziel in kleinen Schritten zu nähern:

1. Zur rechten Zeit
Starten Sie, wenn Sie sich wohl fühlen. Wer sich mitten im Schub für ein Fitnessstudio einschreibt, wird vermutlich keine Freude daran haben.

2. Nicht zu viel auf einmal
Packen Sie jeweils nur einen guten Vorsatz an. Wenn Sie das Bedürfnis haben, täglich spazieren zu gehen, weil Sie sich ohne Zigaretten körperlich leistungsfähiger fühlen, ist das natürlich ok. Aber setzen Sie sich nicht unter Druck damit.

3. Konkret werden
Überlegen Sie, wie sich Ihr Wunsch umsetzen lässt. Sagen Sie nicht: „Ich will mich weniger stressen lassen.“ Sagen Sie: „Ich werde eine Entspannungstechnik lernen.“ Suchen Sie die Methode, die am besten zu Ihnen passt.

4. Klein anfangen
Sie wollen regelmäßig joggen. Beginnen Sie mit einer Minute Laufen, einer Minute Gehen im Wechsel. Steigern Sie sich allmählich nach einem festen Laufplan. Beispiele finden Sie im Internet.

5. Verbündete suchen
Erzählen Sie Freunden, Partnern, Verwandten von ihren Plänen. Der Wunsch, den anderen zu zeigen, dass Sie es schaffen, kann ein Antriebsmotor sein. Vielleicht finden Sie sogar Gleichgesinnte, die sie beim Sport oder der Raucherentwöhnung begleiten.

6. Belohnen Sie sich
Versprechen Sie sich eine Belohnung für Ihr Durchhaltevermögen. Führen Sie eine Strichliste und gönnen Sie sich etwas zur Feier der zehnten/ zwanzigsten/ fünfzigsten Trainingsstunde. Legen Sie das Geld für jede nicht gerauchte Zigarette in ein Sparschwein und erfüllen Sie sich davon einen Wunsch.

7. Nicht entmutigen lassen
Gestehen sie sich einen Rückschlag zu. Sagen Sie: „Morgen ist ein neuer Tag, eine neue Chance“. Am besten gönnen Sie sich pro Woche einen Tag Auszeit. Sie werden sich umso besser fühlen, wenn Sie diesen nicht in Anspruch nehmen. Und wenn doch, machen Sie am nächsten Tag einfach weiter, wo Sie stehen geblieben sind.

Positive Verstärkung

Und wenn Sie schon mehrfach gescheitert sind: Fragen Sie sich, ob Sie wirklich selbst hinter Ihrem Ziel stehen. Wenn Sie nur Ihrem Arzt zuliebe Walkingstöcke kaufen, sind die Erfolgsaussichten gering.

Rufen Sie Ihr Unterbewusstes auf den Plan. Stellen Sie sich vor, wie fit Sie durch die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft werden, wie viele Glückshormone Ihr Körper dabei ausschüttet. Denken Sie daran: Was Sie tun, tun Sie für sich selbst – nicht für andere.


Gute Vorsätze erfolgreich umsetzen

Erfolg durch Geduld, Realismus und ein gutes Belohnungssystem

  sehr gut gut geht so schlecht
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Schluss mit dem Rauchen - zumindest für Crohn-Patienten ist das ein guter Vorsatz.

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