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Eine Frage der Vorbereitung
Wer gerade im Schub steckt, der wird sich nicht mit Gedanken an ferne Strände und Abenteuer herumschlagen. Patienten mit niedrig aktiver Erkrankung und in der beschwerdenfreien Phase (Remission) dürfen aber ruhig schwelgen – und ihre Urlaubsträume in die Tat umsetzen. Dabei ist es sicherlich was anderes, ob’s zum Krabben-Puhlen an die Nordsee geht oder eine Kanu-Expedition im Amazonas-Becken ansteht.

Medikamente, Dokumente
Gerade für Fernreisen sollten Sie sich wappnen. Besorgen Sie sich vor Reiseantritt eine ausreichende Menge jener Medikamente, die sie regelmäßig oder im Notfall einnehmen müssen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt, ob es zu Wechselwirkungen zwischen Ihren CED-Medikamenten und Medikamenten zur Malariaprophylaxe oder aus der Reiseapotheke kommen kann. Denken Sie auch an die für Ihr Reiseziel empfohlenen Impfungen. Allerdings können bei einer Behandlung, die das Immunsystem dämpft (z.B. Azathioprin), keine Lebendimpfstoffe (z.B. Gelbfieber) verwendet werden. Auch bei anderen Impfungen kann es sein, dass kein ausreichender Schutz erzielt wird.

Hilfreich ist auch ein Dokument mit einer Beschreibung Ihrer Krankheitsgeschichte und Ihrer Medikation – am besten in der Landessprache Ihres Urlaubsortes, mit den internationalen Wirkstoffnamen und natürlich unterschrieben von Ihrem Arzt. So kann man auch Ärger mit dem Zoll beim Einführen der Arzneimitttel umgehen. Eine Vorlage für ein derartiges Dokument ist beispielsweise der neunsprachige Europäische Notfallausweis, der bei Ärzten oder Apothekern erhältlich sein sollte.

Informieren Sie sich über CED-Zentren in Ihrem Urlaubsland. Die Adressen einiger internationaler Organisationen finden Sie hier.

Peel it, boil it or forget it
Montezumas Rache – der Reisedurchfall – droht nicht nur in Ländern der dritten Welt oder in den Tropen. "CED-Patienten sollten sich davor besonders schützen, da sie auf Grund der Barrierestörung der Darmwand anfälliger gegenüber bakteriell und viral bedingten Durchfällen sind", sagt Professor Dr. Jürgen Stein vom Uni-klinikum Frankfurt. "Zudem können diese Infektionen einen Schub auslösen."

Stein gibt seinen Patienten daher stets Ciprofloxacin und Metronidazol als Stand-by-Therapie mit auf die Reise und appelliert an ein angepasstes Verhalten. Die Grundregel lautet: “Peel it, boil it or forget it“ (Schäl‘ es, koch‘ es oder vergiss‘ es).
  • Nehmen Sie nur Wasser aus Flaschen, auch zum Zähneputzen
  • Keine Eiswürfel
  • Keine rohen oder halbwarm servierten Speisen
  • Keine ungekochten Milchprodukte, wenn sie nicht vorher pasteurisiert wurden
  • Meiden Sie Straßenimbisse etc.

Kein Wettsaufen à Ballermann
Eigentlich ist es schon eine Binsenweisheit, dass man sich vor starker Sonne schützen soll. Dieser Ratschlag gilt aber besonders für Patienten, die Metronidazol einnehmen müssen. Dieses Medikament wirkt photosensibilisierend, das heißt, dass die Haut durch das Medikament extrem lichtempfindlich wird. Meiden Sie also direkte Sonnenbestrahlung, tragen Sie lange Kleidung und verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit einem hohen Faktor. Metronidazol verträgt sich auch schlecht mit Alkohol. Das sollte man beim Sun-downer an der Bar berücksichtigen.

  sehr gut gut geht so schlecht
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Motorradreise Arizona

Es muss nicht immer Balkonien sein
Wer ein paar Verhaltensregeln beherzigt, der kann sich auch als CED-Patient an etwas exotischere Unternehmungen wagen.



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