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Medizinischer Expertenservice
Sie haben eine spezielle Frage zu Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa? Unser Experte Prof. Dr. med. Andreas Stallmach antwortet Ihnen direkt per e-mail.
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Rat in allen Lebenslagen

08.03.2006
Von: Carla
Neuer Job mit CED?
Hallo, mich plagt gerade ein Gedanke. Ich überlege zwar gerade nicht, meinen Job zu wechseln, aber wie handhabt ihr das? Mir geht es seit knapp einem Jahr wieder ziemlich gut. Allerdings überlege ich natürlich schon, was wäre, wenn ich einen neuen Job anfange und ausgerechnet in der Probezeit einen neuen Schub bekomme? Dann war es das ja wohl mit dem neuen Job. Wie gesagt, es ist keine akute Überlegung, aber irgendwann im Leben, kommt ja immer mal die Situation, in der einem ein gutes Angebot gemacht wird. Ich habe keinen Schwerbehindertenausweis, muss also im Vorstellungsgespräch nicht sagen, dass ich Morbus Crohn habe. Ich bin allerdings bei meinem momentanen Arbeitgeber immer sehr gut damit gefahen, wirklich offen zu sein. Daher würde ich das gern im Gespräch auch immer anscheiden. Allerdings bin ich mir sehr unsicher, wie die Reaktion sein wird.
Habt ihr Erfahrungen mit Jobsuche und CED?

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04.02.2006
Von: Carla
Mit der Remission kommt die Schlamperei
Hallo,
ich würde gerne mal wissen, ob es auch anderen geht wie mir. Ich befinde mich seit Oktober in Remission, nachdem es mir 14 Monate sehr schlecht gegangen war. Ich merke nun so langsam, dass ich mit meinen Medikamenten und meinen Heilpraktiker Terminen schlampig werde. Ich vergesse manchmal meine 5ASA Tabletten. Das ist mir sonst nie passiert. Ich bin sehr genau, was sowas angeht. Ich vermute mal, dass es eine unterschwellige Haltung ist "Ich bin gesund, ich brauche das alles nicht mehr". Bewußt weiß ich ja, dass gerade die Medikamente und sicher auch meine Akupunktur dazu beitragen, dass ich in Remission bin und da auch bleibe. Nichstdestotrotz habe ich gerade ein kleines Problem mit der Disziplin. Ich arbeite daran, dass es auch wieder vergeht. Kennt ihr das auch? Würde mich über euren Kommentar freuen.

Carla

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28.01.2006
Von: Vicky
Behinderung Ja / Nein �?�?
Manche ced`s fragen sich, 'bin ich behindert?' Ich sag es euch!
Ich selber habe einen Antrag für einen Behinderten-Ausweis
ausgfüllt, und nach 1 Monat bekam ich einen Brief.
Ich bin behindert , allerdings gibt es den sogenannten Grad der Behinderung (GdB) Ich habe GdB 30. Das heißt ich bekomme keinen Ausweis, denn den bekommt man nur ab 50 und heißt dann auch Schwerbehinderten Ausweis.
Ich habe eine Bescheinigung bekommen das ich diesen GdB habe und eine Bescheinigung für das Finanzamt (weniger Steuern) und für meine Ausbildung . Es ist nämlich so das größere Betriebe einen bestimmten Prozentsatz von Behinderten einstellen und ausbilden müssen. Ein Vorteil für die, die einen Ausbildungsplatz suchen!

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14.01.2006
Von: Verena
Fischölkapseln reduzieren die Entzündung um 50%
So nun melde ich mich auch mal wieder!
Mir ist vor kurzem ein Artikel in die Hand gefallen, indem beschreiben wird, dass allein die Zufuhr von Fischöl Kapseln die akuten Anfälle um etwa die Hälfte reduzieren kann.
Ich bin kurzer Hand zur Apotheke gegangen, um mir diese Kapseln zu besorgen. Ausprobieren schadet nicht. Mal schauen, ob es sich bewährt, vielleicht testet ihr es auch? Ich werde euch berichten, ob es geholfen hat!
Verena ;-)

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16.12.2005
Von: Elke
Umgang mit dem Stoma
Ich habe seit 3 Jahren ein Stoma. Damals bin ich ins Krankenhaus um eine Fistel operieren zu lassen. Bei einer Untersuchung wurde festgestellt, dass die Fistel rektovaginal ist und nur mit Hilfe eines Stomas zuverlässig zu operieren ist.

Das war für mich zuerst ein Schock. Mit so einer Nachricht hatte ich nun gar nicht gerechnet. Ein paar Tage später wurde schon die OP durchgeführt und mir wurde ein doppelläufiges Ileostoma angelegt. Ich hatte schon etwas daran zu knabbern. Es sieht nun wirklich nicht schön aus. Drei Monate später wurde die Fistel erfolgreich operiert.
Als die Wund nach weiteren drei Monaten vollständig verheilt war sollte auch mein Stoma zurückverlegt werden. Davon war ich aber gar nicht mehr so begeistert. Ich kam mittlerweile sehr gut damit zurecht. Mir ging es damit sogar besser, denn die ständigen Stuhlgänge blieben aus. Ich konnte wieder richtig viel unternehmen, die Lebensqualität hat sich sehr positiv verändert. Ich musste nicht ständig Angst haben auf die Toilette zu müssen. Ich konnte den Urlaub richtig genießen. Ich muss dazu sagen, dass ich vor der OP sogar vor einer Autofahrt von 10 km Angst hatte. Ich bin vorher im Gedanken die Strecke abgefahren und jede Möglichkeit zur Toilette zu gehen habe ich mir eingeprägt, z. B. Tankstellen.

In meinem Fall war es eine enorme Verbesserung mit dem Stoma und es ist bei weitem nicht so schlimm wie man es sich vorstellt. Natürlich kann ich keine superknappen Hüfthosen oder Bikinihöschen mehr anziehen. Aber darauf verzichte ich gerne, da ich jetzt auch gerne wieder helle Hosen anziehen kann.

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06.12.2005
Von: Carla
Erfahrungen mit der Kapselendoskopie
Ich habe letzten Sommer eine Kapselendoskopie gemacht und da ich gerade den Leitartikel gelesen habe, erzähle ich euch mal meine eigenen Erfahrungen.
Die Entscheidung zu der innovativen Untersuchung fiel, weil ich nach 4 Monaten verschiedenster Medikamente und Untersuchungen (auch eine "normale" Darmspiegelung) keinerlei Besserung verspürte. Es bestand die Gefahr, dass im Dünndarm eben irgendwas passierte, was wir so einfach nicht entdecken konnten. Nach einigem Geplänkel mit meiner Krankenkasse erklärten diese ihre Bereitschaft zur Kostenübernahme (ca. 1500 Euro) und es konnte losgehen.
Alles in allem war das Prozedere sehr angenehm. Ich mußte morgens nüchtern in die Klinik kommen, nahm eine Tablette, die ein "Aufschäumen" der Magenschleimhaut verhindert und habe dann die Kamera geschluckt. 4 Stunden mußte ich noch nüchtern bleiben und konnte dann auch alles essen. Damit die Bilder auch gespeichert werden können, trug ich den ganzen Tag einen Gürtel, in dem die Akkus und das Aufnahmegerät untergebracht waren. Einzige Bedingung war, dass ich nicht wild herumspringe, diesen Gürtel abnehme oder dergleichen. Ansonsten gab es keine Auflagen. Nach 9 Stunden habe ich den Gürtel in der Klinik wieder abgegeben und 14 Tage später hat mein Arzt mir einen Ausschnitt der Reise durch meinen Darm gezeigt. Die Bilder waren estrem gut. Ich war total verblüfft. Es zeigten sich zum Glück keine schwerwiegenden Entzündungen im Dünndarm.
Für eine grundlegende Diagnostik ist eine Kapselendoskopie sicher geeignet, aber zu meinen regelmäßigen Darmspiegelungen gehe ich natürlich trotzdem noch. Zum einen sind sie billiger und naja, die Vorteile könnt ihr auch alle in dem Bericht nachlesen. Falls ihr noch Fragen habt, dann mailt mir gern.
Carla

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02.11.2005
Von: Carla
Irrwege durch die "Alternativen"
Seit 1,5 Jahren behandle ich meinen MC ziemlich erfolgreich begleitend mit Traditioneller Chinesischer Medizin. Ich bekomme einmal wöchentlich Akupunktur, momentan Bachblüten dazu und ab und an chinesische Kräuter. Ich fühle mich mit dieser Therapie und auch bei meinem Heilpraktiker sehr wohl.
Allerdings hat mich nicht der direkt Weg zu meinem Heilpraktiker geführt.
Ich habe 2003 Klassische Homöopathie ausprobiert. Nach einem guten Start wollte die Heilpraktikerin bei mir eine Entgiftungstherapie machen. Leider schlug die Entgiftung fehl, es ging mir von Tag zu Tag schlechter und der einzige Kommentar der Heilpraktikerin war, dass es sich um eine Erstverschlimmerung handeln würde. Ich habe in einer Woche 5 kg abgenommen, konnte nichts mehr essen und schleppte mich dann zu meiner Hausärztin, die mich sofort ins Krankenhaus einwies. Akuter Schub. Ob dieser nun mit er Entgiftung zusammenhing kann ich nicht sagen, aber die lapidare, uninteressierte Reaktion der Heilpraktikerin hat sicher dazu geführt, dass es schlimmer wurde, als nötig gewesen wäre.
Anfang 2004 startete ich meinen nächsten Versuche bei einem Arzt für Naturheilkunde. Nach Elektroakupunktur und Blutuntersuchung stellte der Arzt fest, dass ich 6 verschiedene Medikamente nehmen sollte, keine Kuhmilchprodukte, keine Eier und keine Weizenprodukte essen sollte. Außerdem sollte ich mir 2 Zähne ziehen lassen. Ich nahm die Medikamente eine Weile (3 Monate) ohne sichtbare Veränderung, ich habe mich nach den Richtlinien ernährt und es ging mir dabei eher schlechter, weil ich ein Genußesser bin und mir das nicht mehr möglich war. Mein ganzheitlicher Zahnarzt war nicht davon überzeugt, mir gesunde Zähne zu ziehen, da Zähne nur ein Spiegel von Beschwerden, nicht aber der Auslöser sind.
Alles in allem habe ich mich dann aber eben doch noch zum Besuch bei einem TCM Heilpraktiker durchgerungen und muß sagen, aller guten Dinge sind drei! Ich fühle mich sehr gut aufgehoben, es geht mir mittlerweile sehr gut und ich habe ein sehr offenes Verhältnis zu meinem Heilpraktiker. Meine Hausärztin unterstützt mich ebenfalls dabei und ich kann es tatsächlich nur weiterempfehlen.Vor allem, wenn man eine Kombination von Schulmedizin und alternativen Methoden ausprobiert.
Da ich aber selbst einen Odyssee der Alternativen Heilmethoden hinter mir habe, weiß ich, dass nur jeder für sich selbst herausfinden kann, was ihm hilft. Einen Versuch ich es aber sicher wert.

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29.10.2005
Von: Alex
Schatz heute bitte nicht!
Diesen Satz hat wohl schon jeder einmal gehört. Doch ich muss offen und ehrlich zugeben, das mein Partner ihn schon öfters gehört hat.
Das Thema Sexualität und Streicheleinheiten ist bei vielen CED-lern oft auch ein Tabuthema. Ich habe bemerkt, das der Artikel „ Wo Vertrauen ist, ist auch ein Weg“ sehr oft gelesen wird. Also was heißt das? Es gibt doch sehr viele Paare die damit ein Problem haben. Dieses Problem muss ich jetzt einfach mal offen und ehrlich ansprechen und ich hoffe, das auch von Eurer Seite her mal ein paar Rückmeldungen kommen.
Ich muss sagen das der Artikel wirklich sehr gut geschrieben ist. Eigentlich könnte ich gar nichts mehr dazu beitragen. Ich werde Euch aber mal kurz von mir und meinem Partner berichten.
Mein Freund hat es da schon nicht grad leicht mit mir. Meistens wenn er mal Lust hätte geht es mir nicht besonders gut. Ich bin dann auch der Typ der nicht gleich wegen jedem Wehwehchen herum jammert. Ich steh dann meine Schmerzen lieber für mich alleine durch und sage ihm dann nix. Tja und woher soll er dann wissen das ich Schmerzen habe und mir dann absolut nicht nach Zärtlichkeiten ist. Er kann es ja nicht riechen! Es kommt dann schon oft einmal vor das er dann sauer reagiert wenn er mal wieder , „Schatz heute nicht“ von mir hört. Leider kam es im letztem Jahr immer häufiger dazu. Ich hatte mit sehr vielen Begleiterkrankungen zu kämpfen. Das ging los mit Gelenkschmerzen, Blasenentzündung, Nierenentzündung und auf das Antibiotika hin bekam ich jedes mal einen Scheidenpilz. Ich drehte mich ständig im Kreis. Meinem Freund ging das alles dann so auf den Geist, das er dann von mir dachte, das ich ihm das alles stellenweise nur vorspiele um nicht mit ihm zu schlafen. Das belastete mich dann wieder sehr, so das mein MC auch begann sich zu melden. Das Ende von dem ganzen war dann so, dass wir uns immer mehr stritten und er mich überhaupt nicht mehr verstand. Es ging dann soweit, das er eines Tages wütend aus dem Haus ging und mich mit einer anderen betrog!
Ich muss dazu sagen das wir aber immer noch zusammen sind. Verziehen habe ich ihm das Fremdgehen noch nicht, weis auch nicht ob ich es jemals werde. Aber er hat mir dann offen und ehrlich gesagt, dass er stellenweise mit meinem MC nicht klar kommt. Wir reden offener über das ganze und versuchen unsere Beziehung zu retten. Denn ich denke auch ich habe Fehler gemacht und war nicht immer ganz offen zu ihm was die Krankheit angeht. Mal sehen ob wir wieder ganz zu einander finden.
Ich kann euch nur raten, seid offen zu einander und redet über alles. Es gibt nichts über was man nicht reden kann.

In diesem Sinne

Eure Alex

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30.09.2005
Von: Verena
Bräucht eure Mithilfe!
Hallo ihr lieben! Also, wie ich euch schon mitgeteilt habe, werde ich eine Seminararbeit über Morbus Crohn machen. Ich denke es wird ein langer Weg bis zur fertigstellung. Die Seminararbeit wird höchstwahrscheinlich den Titel "Mein Morbus Crohn" tragen. Ich bin noch etwas unschlüsslig, denn es wird auch eine Präsentation und ein Kolloquium geben. Bis jetzt bin ich meinen Klassenkameraden nicht gerade offen gewesen. Natürlich wissen fast alle Bescheid, aber mir sind doch einige Dinge unangenehm. Wobei sie es gar nicht sein sollten. Schlicht weg gesagt, mir fehlt das Selbstbewusstsein und der Mut dafür. Ich habe ein Jahr Zeit für die Ausarbeitung, d.h. ich muss schon einiges hinlegen. Und da seid ihr jetzt dran! Ich würde gerne ethische Aspekte behandeln. Warum habe gerade ich diese Krankheit? Strafe Gottes usw? Oder wie geht die Gesellschaft damit um? Ich wäre euch sehr sehr Dankbar und freue mich auf jede einzelne Mithilfe!! Verena

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05.08.2005
Von: Rolf Allerdissen
Ähem,..wir haben keine Toilette für Sie!
Hallo, erstmal sollt ihr wissen, dass es mir und meiner Colitis gut geht.

Meine Colitis ist aktiv, ca. 10x Stuhlgang täglich und meine Gelenke tun mir weh. Aktuell nehme ich 20mg Decortin H, 9 Tabletten Mesalazin und 150 mg Azathiropin täglich zu mir.

Ich stelle mich täglich den interessanten Aufgaben des Lebens.

Doch wie kam es dazu?

Nach einer langen Phase der Vermeidung von Alltagssituationen wie Einkaufen im Supermarkt etc. entwickelte ich mit Hilfe eines professionellen Psychotherapeuten eine Methode zur Beeinflussung meiner Verhaltensweise im Leben mit meiner Colitis, indem durch spezielle physische und psychische Maßnahmen mein bisher entwickeltes System ethisch-moralischer und ideologischer Bewusstseinsinhalte abgebaut und in meinem Sinne umgeformt und neu aufgebaut worden ist.

So „schäme“ ich mich heute nicht mehr folgende Dialoge zu führen:

Mitten in der Fußgängerzone auf der Suche nach einer Toilette. Der nächstgelegene Laden ist ein Schuhgeschäft und alle Verkäufer sind mit Kunden beschäftigt.

„Ich bitte um Verzeihung, kann ich ihre Toilette nutzen?“

„Tut mir leid, wir haben keine Kundentoiletten!“

„Dann nehme ich mit der Personaltoilette vorlieb!“

„Die dürfen sie leider auf Anweisung meines Chefs nicht benutzen!“

„Bei allem Respekt, ich bin durch eine chronisch entzündlichen Darmerkrankung, die nicht ansteckend ist behindert und muss sehr rasch auf die Toilette!“

Bislang brauchte ich nicht hartnäckiger sein.

Wenn aber irgendwann nach diesem Satz immer noch kein Verständnis für meine Situation aufgebracht werden sollte, weiß ich genau das sich der Gegenüber strafbar macht. Hierbei berufe ich mich auf eine unterlassene Hilfeleistung bei meiner Not obwohl eine Hilfe zuzumuten ist, insbesondere ohne eine erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten.

Ergo ich mache mich nicht strafbar weil ich mein Recht fordere und vor allem wer macht sich denn gerne strafbar, weil er einem Menschen mit Behinderung Hilfe verweigert?

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22.07.2005
Von: Miriam
MAP- Bakterien Auslöser von Darmkrankheiten bei Tieren -auch beim Menschen?
Das Verbraucherschutzministerium wies den Vorwurf der Untätigkeit zurück. "Wir nehmen diese Probleme sehr ernst", sagte Staatssekretär Alexander Müller der "Bild am Sonntag". Bereits seit 2001 werde der Zusammenhang zwischen Paratuberkulose und Morbus Crohn in Deutschland untersucht. In der zweiten Jahreshälfte will das Ministerium ein Testverfahren ausschreiben, mit dem der MAP-Erreger bei Rindern nachgewiesen werden kann.

Milchprodukte ungefährlich

Die Symptome der Paratuberkulose ähneln denen von Morbus Crohn. Wie der Erreger auf den Menschen übertragen wird, ist unklar. "Die Tiere scheiden die Bakterien mit dem Kot aus, wodurch sie über Felder auch ins Wasser gelangen können", erklärte der Mikrobiologe Peter Valentin-Weigand. Bei Milch oder Milchprodukten besteht nach dem derzeitigen Kenntnisstand jedoch keine Gefahr für den Verbraucher.

MAP steht für Mycobacterium avium subspecies paratuberculosis. 2004 wiesen US-Forscher bei einer Untersuchung im Blut von jedem zweiten Crohn-Patienten Spuren von MAP-Erregern nach. Die Mediziner analysierten Blutproben von 28 Crohn-Patienten und 15 gesunden Menschen.


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