Hitliste
Der meistgelesene Beitrag im Juli:
Bewegende Bilder
Reizdarm
17.07.2010 - Ausgewogene Kost und Entspannung helfen gegen Bauchschmerzen und Stuhlunregelmäßigkeiten
Weiter...
Schlafstörungen
13.07.2010 - Nächtlicher Bewegungsdrang kann auf Restless-Legs hinweisen
Weiter...
Gesunde Ernährung
10.07.2010 - Verzicht auf Trans-Fette in Lebensmitteln könnte viele Leben retten
Weiter...
Olivenöl
05.07.2010 - 2 bis 3 Teelöffel pro Tag schützen vor Colitis ulcerosa
Weiter...
Achtung Couch-Potatoes
29.06.2010 - Sport hilft Angst bei chronischen Erkrankungen zu vertreiben
Weiter...
Rauchen
24.06.2010 - Frauen sind anfälliger für Gesundheitsschäden durch Tabakkonsum
Weiter...
Aphthen
18.06.2010 - Schmerzhafte Stellen im Mund können Anzeichen für Nahrungsmittelunverträglichkeit und Vitamin-Mangel sein
Weiter...
Zecken wieder aktiv
17.06.2010 - Alltagstipps für Eltern auf dem BZgA-Internetportal
Weiter...
Reisetipps
03.06.2010 - Voller Bauch oder Hunger verschlimmern Reiseübelkeit
Weiter...
Bier oder Cannabis?
28.05.2010 - Eine Online-Test enthüllt Alkohol- und Drogenabhängigkeit
Weiter...
Rauchstopp
26.05.2010 - BZgA-Beratungstelefon hilft erfolgreich bei der Entwöhnung
Weiter...
Erster Frauenarztbesuch
21.05.2010 - Junge Mädchen, die keine Beschwerden haben, sollten zwischen 12 und 17 Jahren ihren ersten Termin bei einem Gynäkologen wahrnehmen
Weiter...
Impfungen
21.05.2010 - Eine Immunisierung gegen Krankheitserreger ist auch bei herabgesetzter Immunabwehr möglich
Weiter...
Quo vadis Gastroenterologie?
17.05.2010 - In diesem Jahr fand das Merckle Recordati Symposium für Gastroenterologen zum 15. Mal statt.
Weiter...
Kaiserschnitt im Trend
09.05.2010 - Infos zum Thema jetzt neu unter www.familienplanung.de
Weiter...
Von wegen 9 to 5
04.05.2010 - Flexible Arbeitszeiten sind gut für die Gesundheit
Weiter...
Achtung Reizmagen
29.04.2010 - Leichte Speisen und der Verzicht auf Alkohol und Kaffee helfen
Weiter...
Endosonographie
24.04.2010 - Bei der Endosonographie wird die Darmspiegelung mit einer Ultraschallsonde kombiniert.
Weiter...
Achtung Pollenflug!
19.04.2010 - Allergiker müssen auch bei bestimmten Lebensmitteln mit Unverträglichkeiten rechnen.
Weiter...
Medizinischer Expertenservice
Sie haben eine spezielle Frage zu Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa? Unser Experte Prof. Dr. med. Andreas Stallmach antwortet Ihnen direkt per e-mail.
Weiter...


Krankengeschichten

30.03.2006
Von: Berniemonster
spricht unsere seele aus unserem bauch?
hallo ihr lieben "bauchwehfreunde".
hat jemand von euch schon mal die erfahrung gemacht einem arzt nicht krank genug auszusehen?
musstet ihr euch mal anhören, dass man mit 10 durchfällen im krankenhaus liegen muss und 24std am tropf hängen müsste? das musste ich mir mal anhören, als meine hausärztin im urlaub war und ich zu ihrer vertretung gegangen bin.
aus eigener erfahrung weiss ich, dass ich bei 60(!!) stuhlgängen am tag nicht im krankenhaus liegen musste und auch nicht 24std am tropf lag!
und wie sieht denn ein kranker mensch aus?
gibt es eine leitlinie für ärzte? welche krankheit, die sich nicht unmittelbar im gesicht abspielt, ist sofort sichtbar?
ist es nicht schön, dass man uns nicht (immer) ansieht, wie wir uns fühlen, was in unserem bauch für ein krieg herrscht, wie unsere gelenke täglich einen streik gegen jede art von bewegungen antreten, wie unsere verdauung ständig dabei ist seinen eigenen rekord zubrechen, unsere seele sich anhand von abszessen oder fisteln (meiste im genitalbereich!) ausdruck verleiht und sozusagen unseren körper mit "tatoos" schmückt, dass jede art von lebensqualität, wie zum beispiel das dinnieren, in die richtung henkersmalzeit geht, weil wir wegen der schmerzen-die uns sterne sehen lassen-denken, dass wir auf dem weg ins jenzeits sind?
ist es nicht sowas wie schikane, wenn wir "als sternesehende,jeden tag henkersmalzeiten dinnierende bauchredner, mit "seelentatoos" von jeder behörde, versicherung o.ä. morgens um 07.00h nach z.b. bad oldesloe zum gutachten zitiert werden, obwohl wir a) in hamburg-west leben und b) der institution mittgeteilt hatten, dass die "sterne und der kampf den verdauungsrekord zubrechen" morgens und nachts am sichtbarsten sind??
ist es nicht traurig, dass die meisten leute denken, wir haben ständig eine magen-darm-infektion?
ist es nicht unfair menschen, die es wirklich nicht leicht haben mit so was zusätzlich zu quälen?
was sagt ihr dazu??

liebe grüsse aus dem schönen norden,
berniemonster

Die aktuellsten Kommentare:

18.03.2006
Von: Olaf
Neuvostellung
Hallo alle zusammen
Als User der ersten Stunde auf dieser Seite habe ich mich nun entschlossen meinen "Senf" auch beizusteuern.Mein Name ist Olaf,ich bin 38 und habe seit zehn Jahren Morbus Crohn.Der wurde diagnostiziert als ich mit häufigen Herzrasen zum Artzt ging.Nach etlichen Tests und Untersuchungen konnte keiner der Ärtzte etwas feststellen.Ich wurde zum Internisten geschickt wegen einer Herzsono .Auch der fand erst nichts auffälliges.Aber er begann mich systematisch zu checken und weihte mich in die Geheimnisse einer Endoskopischen Untersuchung ein. Noch während der Spiegelung erstellte er die Diagnose.Eine Woche später, nach Auswertung aller Befunde hatten wir ein langes Gespräch und ich war irgendwie geschockt.Mit einem Bündel Broschüren bin ich los um mich zu belesen.Mir wurden viele Dinge klar.Ein kräftiger Mann mit 1.80 m Größe und 65 kg Gewicht bei großem Appetit kann nicht normal sein.Auch häufige Bauchschmerzen und Durchfälle sind eben keineswegs gesund.Was jetzt kam kennt ihr alle recht gut. Kortison,Mesalazin und ein Magenschoner bis man aussieht wie ein Kürbis.Die Toilette ist der beste Freund.Das zog sich fast 4 Jahre hin und die Waage zeigte stolze 80 kg.Es ging mir jetzt besser und ich kam langsam vom Kortison runter.Mein Artzt stellte mich versuchsweise auf Azathioprin und Mesalazin um.Das klappte erst sehr gut, aber dann kam die Trennung von meiner Frau und ein höllenstress im Job.Fazit,der Morbus legte nochmals nach und ich muffelte fleißig Kortison.Ihr seht das seelischer Stress viel bewirken kann, denn wenn(sehr selten) bei mir Stress auftritt meldet sich sofort mein stiller Begleiter.Das er so still ist habe ich in erster Linie meiner Freundin zu verdanken.Nach der Scheidung zog ich zu ihr,wechselte den Job und bin seitdem sehr glücklich. Auch die Behandlung mit Azathioprin und Mesalazin tragen dazu bei das ich seit fast 5 Jahren ohne Beschwerden bin.Mal abgesehen von ein paar Ausrutschern wenn einem die Nüsse,Zwiebeln und Sauerkraut zu gut schmecken.Das sind meine Erfahrungen aus den letzten zehn Jahren mit MC und ich habe gelernt damit zu leben.Meine größte Sorge gilt der Rückkehr in eine heftige Phase,die,so hoffe ich, nicht in naher Zukunft sein wird.In diesem Sinne verabschiede ich mich und wünsche allen einen beschwerdefreien Start in den Frühling.

Die aktuellsten Kommentare:

06.03.2006
Von: Elke
Vollmondgesicht
Hallo Leute,

Gott sei Dank habe ich das Problem zur Zeit nicht. Aber ich denke einige von euch kenne es - das Vollmondgesicht.
Bei mir ist es schon über 5 Jahre her, dass ich Kortison nehmen musste.
Ich habe mit 60 mg angefangen - ist ja nicht allzuviel, allerdings wiege ich auch nur ca. 45 kg. Mit den Backen ging es dann superschnell. Auf einmal waren sie da. Meine Familie hat zwar immer versucht mich zu beruhigen aber ich hab schrecklich darunter gelitten. Ich bin sogar gefragt worden ob mir die Weisheitszähne gezogen wurden!!!
Am liebsten wäre ich nur noch zuhause geblieben. Ich hab mich furchtbar geschämt. Leute, die ich schon länger nicht mehr gesehen haben haben mich teilweise gar nicht mehr erkannt. Das schlimme war, dass ich sehr dünn war und das Gesicht unnatürlich dick! Im Sommer ist es am schlimmsten gewesen - durch die Sonne. Wenn ich jetzt die Fotos aus dieser Zeit ankucke, kann ich es gar nicht glauben, dass ich mal so ausgesehen habe.
Gott sei Dank ist die Zeit vorbei. Eigentlich denkt man sich, dass die Gesundheit das Wichtigste ist - aber wenn man so schrecklich aussieht und es für jeden ersichtlich ist, dass man krank ist leidet man auch sehr darunter.

Die aktuellsten Kommentare:

11.01.2006
Von: Elke
Die Krankengeschichte meines Freundes
Ich hab Euch ja schon erzählt, dass mein Freund seit Februar CU hat. Nun wollte ich mal berichten wie es ihm so ergangen ist. Von Feb. bis Okt. ging es ihm eigentlich ganz gut. Er hat die Krankheit nicht weiter beachtet und hat immer gehofft, dass es keine chronische Sache ist. Das kann man nämlich erst nach einen halbem Jahr mit Bestimmtheit sagen.
Nun hat er im Oktober aber einen schweren Schub bekommen trotz Kortison. Dies wurde auf Anweisung des Arztes erstmal von 4 mg auf 10 mg erhöht. Ich denke das war zu wenig. Damit hat er den Schub nicht in Griff bekommen und es ist alles noch schlimmer geworden.
Bei einer Ultraschalluntersuchung zwei Wochen später wurde eine starke Entzündung im kompletten Dickdarm festgestellt. Daraufhin wurde die Dosis Kortison auf 80 mg erhöht. Zusätzlich bekam er fast täglich Infusionen. Allein zum Arzt zu fahren war für ihn eine Tortur. Diese Zeit war sehr schlimm für ihn. Essen und Trinken waren jedesmal eine Qual für ihn. Als es selbst nach drei Wochen immer noch bergab ging hat er sich entschlossen ins Krankenhaus zu gehen. Er hatte in den letzten drei Wochen 18 kg Gewicht verloren. Außerdem wurde ihm oft schwindlig und er musste sich immer wieder übergeben.
Im Krankenhaus wurder er zunächst nur künstlich ernährt - dem Körper haben ca. 6 Lister Flüssigkeit gefehlt!
Nach mehreren Untersuchungen (Darm- und Magenspiegelung) haben sich die Ärzte entschlossen Azathioprin einzusetzen und das Kortison nach und nach zu reduzieren. Nach einer Bluttransfussion stellte sich merklich eine Verbesserung ein und nach einer Woche fing er wieder an zu essen. Nach zwei Wochen Kh-Aufenthalt war er noch zwei Wochen zuhause. Nun ist er wieder in der Arbeit aber es dauert noch einige Zeit bis sich alles eingestellt hat.

Die aktuellsten Kommentare:

21.12.2005
Von: Elke
Wo ist die nächste Toilette?
Dank meines Stomas habe ich das Problem nicht mehr, immer nach der nächsten Toilette Ausschau zu halten. Aber ich kann mich noch gut daran erinnern wie es ist wenn man fast an nichts anderes denken kann.

Am liebsten hätte ich mich zuhause eingesperrt. Wenn ich weggefahren bin, bin ich im Gedanken die Strecke abgefahren und habe mir alle Tankstellen oder Gaststätten eingeprägt. Lange Wege habe ich so gut es ging vermieden oder bin nur mit eng vertrauten Leuten gefahren.
Die Nervosität hat mich nahezu den ganzen Tag begleitet. Was das ganze noch schlimmer machte. Denn ich konnte nicht mehr zwischen Nervosität und Stuhldrang unterscheiden.

Wenn möglich hatte ich die Toilette immer im Blick, hab mir ausgerechnet wie lange ich brauche, um sie zu erreichen. Falls besetzt war hab ich die Sekunden gezählt bis sie wieder frei war.

Zuletzt habe ich nur noch schwarze Hosen und Röcke angezogen für den Fall dass etwas daneben geht. Ich habe sogar eine Psychotherapie angefangen, weil das schon absurde Ausmaße angenommen hatte.

Mich würde interessieren ob ihr auch ähnliche Probleme habt und wie ihr das bewältigt.

Die aktuellsten Kommentare:

09.11.2005
Von: Viola
...erstmal kurz vorgestellt...
da ich mich erst vor kurzem entschieden habe hier im Weblog mitzuarbeiten und deswegen hier noch nie jemand was von mir gehört hat, möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin 23 Jahre und habe seit meinem 15. Lebensjahr CU.
Ich studiere derzeit in Erfurt und wenn alles gut geht bin ich im Februar
damit fertig. „Ich und meine CU“ wir haben schon einiges zusammen durchgemacht lang anhaltende gute Phasen und auch sehr schlimme. Ich hatte schon mal 4 Jahre komplette Ruhe und die CU schon fast ganz vergessen aber auch schon 20 Kg abgenommen und wochenlang mit künstlicher Ernährung und schlimmen Schmerzen im Krankenhaus gelegen. Lange Zeit habe ich das alles nicht recht wahr haben wollen mich nicht mit der Krankheit auseinandergesetzt, sie versucht zu ignorieren und zu verdrängen. Das klappte auch lange ganz gut.
Seit 1 ½ Jahren bin ich nun im Dauerschub und die Verdrängungstaktik klappt nun nicht mehr. Ich musste lernen, die CU zu akzeptieren, als etwas, was eben einfach zu mir gehört und als etwas mit dem ich lernen muss umzugehen.
Ich habe viele Fortschritte gemacht: wollte ich mir die Krankheit lange Zeit selbst nicht eingestehen, so kann ich heute sehr offen, auch anderen gegenüber damit umgehen und habe damit auch viele positive Erfahrungen gemacht.
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Chinesen das gleiche Schriftzeichen für Krankheit und Chance haben. Darüber lohnt es sich nachzudenken. Meine Krankheit, die mich nun mal mein ganzes Leben begleiten wird, hat mir auch Positives gebracht in vielerlei Hinsicht. Ich lebe bewusster, tue mehr für mich, hinterfrage vieles mehr, habe gelernt, was wahre Freunde sind und wie viel ein verständnisvoller Partner wert ist, mit dem man offen über alles reden kann und der immer hinter einem steht und vieles mehr.
Natürlich habe auch ich die Erfahrung gemacht, dass CED sehr wenig bekannt ist, die meisten nicht Betroffenen nix damit anzufangen wissen und das, obwohl (wie man mir kürzlich mitteilte) es in Deutschland mehr CED-Erkrankte als Blinde gibt. Doch kann man das wohl niemandem zum Vorwurf machen wer beschäftigt sich schon ohne Grund und aus lauter Spaß an der Freude mit Krankheiten, die einen selbst nicht betreffen. Oft trägt auch ein mangelnder offener Umgang mit dem Thema der Betroffenen selbst nicht gerade dazu bei diese Situation zu ändern.

Mein Motto ist: „Hilf dir selbst dann wird dir geholfen jammern war
gestern“. Ich habe selten eine negative Resonanz auf einen offenen Umgang mit dem Thema bekommen und bin heute froh darüber, dass ich gelernt habe, dass Thema anzunehmen. Und in wirklich schlechten Phasen, die einem, wie wir ja alle wissen, sehr viel Kraft und Lebensmut- und Freude rauben können, bin ich besonders dankbar für Freunde, Familie und einen Partner, die hinter mir stehen, mich auffangen und trösten, mich wissen und fühlen lassen, dass ich nicht allein mit meinen Problemen bin. Ein unschätzbarer Quell der Kraft und des neuen Mutes in schweren Phasen. Das können die Menschen um einen herum aber nur, wenn man Ihnen durch Offenheit auch die Chance und die Möglichkeit dazu gibt.

In diesem Sinne hoffe ich auch mit meinen kommenden Beiträgen hier ein ganz klein wenig was bewirken zu können, vielleicht dem ein oder anderen auch das Gefühl vermitteln zu können mit dem was uns so alles plagt nicht allein zu sein… .

Bis bald sagt Viola !!!

Die aktuellsten Kommentare:

25.10.2005
Von: Elke
Rollentausch
Ich habe nun schon seit 11 Jahren MC. Mittlerweile habe ich die Sache gut im Griff. Seit über 8 Jahren habe ich eine feste Beziehung die auch sehr gut läuft. Wir haben sehr viel zusammen durchgestanden. Ich weiß wirklich nicht wie ich die schweren Zeiten ohne ihn überstanden hätte.

Im Februar wurde bei meinem Freund nun CU diagnostiziert. Kann es solche Zufälle geben�? Ich hätte nie daran geglaubt, dass das passieren würde. Die erste Zeit ist gut verlaufen – er hat es ziemlich schnell in Griff bekommen (mit Kortison). Bei einer Rektoskopie im August war absolut nichts mehr zu sehen.

Obwohl er immer noch eine kleine Dosis Kortison genommen hat, hat er nun einen schwereren Schub. Er dauert zwar erst eine Woche an, aber er hat sich dadurch komplett verändert. Er ist launisch, schnell reizbar und fast nicht ansprechbar. Was natürlich verständlich ist.

Ich kenn das alles nur zu gut. Das schlimmste daran ist, dass ich ihm nicht helfen kann. Ich muss zusehen wie er sich vor Schmerzen krümmt; kann ihn nicht mal streicheln weil er seine Ruhe braucht. Nun muss ich die Starke sein. Wir haben sozusagen die Rollen getauscht. Ich habe es immer geschätzt, dass er immer Verständnis für mich hatte. Aber erst jetzt kann ich mir vorstellen wie das wirklich für ihn war. Also „Respekt“ an alle, die trotz Krankheit zusammen halten.

Die aktuellsten Kommentare:

19.10.2005
Von: Carla
Neuer Job und endlich das Cortison los
So, ich bin seit 5 Wochen ohne Cortison!!! Und bisher geht es mir so gut wie lange nicht. Seit Anfang Oktober habe ich auch einen neuen Job. Ich muss jetzt nicht mehr reisen und bin tatsächlich Mitglied ein einem Team. Vorher war jeder sich selbst der Nächste. Ich gehe mal davon aus, dass mein verändertes Arbeitsumfeld einen starken Einfluß darauf hat, dass es mir besser geht. Stress im Job ist sowieso immer Stress für meinen Darm. Ich bin mal gespannt, wie lange ich Veränderung als positiven Impuls sehe und wann es wieder mit dem Stress losgeht. Es ist sicherlich auch hilfreich, dass in meiner neuen Abteilung jeder weiß, dass ich eine CED habe, ich die Möglichkeit habe Homeoffice zu machen und auch keiner meckert, wenn ich mal einen Tag nicht komme.
Geht es euch auch so, dass ihr euch in einem Umfeld, dass über eure Krankheit Bescheid weiß, wesentlich besser fühlt als wenn ihr das Gefühl habt, den "Gesunden" zu spielen?

Die aktuellsten Kommentare:

06.10.2005
Von: Seamore
Mit CU leben
Hallo zusammen.
Ich bin 18 Jahre alt und habe seit Nov. 2002 cu. Angefangen hat es mit
Durchfall und starken Bauchschmerzen. Am Anfang habe ich nur gedacht „ es ist nur eine Magenverstimmung, das geht wieder weg“. Als es nach 2 Monaten immer noch nicht besser war, musste ich zum Arzt gehen. Der hat mich zum Krankenhaus überwiesen und die haben mich auf den Kopf gestellt, um zu erfahren, was ich habe. Es waren Untersuchungen und Spiegelungen an der Reihe, die nicht Enden wollten. Irgendwann stand dann endlich die Diagnose und ich musste damit fertig werden. Ich wusste nicht was cu ist, noch sonst irgendetwas. Ich habe immer gedacht, das haben nur die älteren Leute und habe mich am Anfang sehr
geschämt, dass ich es habe. Ich wusste nicht damit umzugehen und habe es lange verdrängt. Ich weiß heute, dass es ein Fehler war. Als ich dann vor ca. 2 Jahren ein so starken Schub bekam und ich für 2 Wochen ins Krankenhaus musste. Ich habe die Menschen beobachtet, wie die damit umgegangen sind, von da an wusste ich, das es so nicht mehr weiter gehen kann. Anfang dieses Jahres habe ich mich mit damit mehr befasst und herausgefunden, das es auch junge Menschen cu und mc haben. Das hat mein Selbstbewusstsein sehr gestärkt und ich kann jetzt offen damit umgehen. Seit gut 2 Monaten habe ich einen Freund, er unterstützt mich, wo er nur kann. Das hat mir gezeigt, dass es auch ein Leben mit cu geben kann, woran ich vorher nicht mal im Traum dran gedacht habe.

Mit freundlich Grüßen „Seamore“

Die aktuellsten Kommentare:

26.09.2005
Von: Rolf Allerdissen
Wie sieht denn ein Kranker aus?
Noch viel zu oft werden CED Betroffene durch die Mitmenschen abgelehnt und bestenfalls als „Exoten“ angesehen. Falsches oder fehlendes Verständnis für diese Menschen beruht sicherlich darauf, dass CED Betroffene den herkömmlichen, in unserer Gesellschaft weit verbreiteten Ansichten über Kranke nicht entsprechen. Dieses in der �€“ffentlichkeit vorherrschende Bild zu verändern und gleichzeitig für Anerkennung, Gleichberechtigung und Entscheidungsfreiheit in der eigenen Lebensgestaltung zu werben, ist eine Zielstellung für mich.

Ich nutze als Organisator von öffentlichen Veranstaltungen diese um die Verbindung von CED Betroffenen und Nichtbetroffenen zu begehen. Während den Events will ich gemeinsam mit Betroffenen von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa den Anspruch auf Akzeptanz und faire Behandlung erheben.

18.09.2005
Von: Carla
Immer tapfer
Hallo,
ich konnte die letzten (und einzigen) Sommerwochen in meinem Urlaub bei meinen Eltern auf der Dachterrasse genießen. Herrlich! Da ich immer noch dabei bin, mein Budenosid auszuschleichen, wollte ich nicht wirklich wegfahren und bin zu meinen Eltern zum Hundesitting gefahren. War auch eine gute Entscheidung, da mich das fehlende Budenosid schon ziemlich niedergeschlagen hat. Sobald ich etwas Warmes (und sei es nur Stampfkartoffeln) gegessen habe, begannen die Krämpfe. Das ging ca. 1 Woche so, dann hat es sich bekrabbelt. Seit letztem Donnerstag habe ich das Budenofalk nun ganz draußen. Und prompt geht es mir wieder schlecht. Ich werde das aber nun mal mindestens 1 Woche durchstehen, in der Hoffnung, dass mein Körper sich schnell daran gewöhnt, ohne Cortison zu sein. Das wäre dann das erste mal seit 3 Jahren!!!
Drückt mir mal weiterhin die Daumen, dass es klappt.

Carla

15.08.2005
Von: Carla
Rückfall
Hallo,
in den letzten Wochen ging es mir so gut, dass ich angefangen habe, mein Budenosid auszuschleichen. Letzten Samstag waren wir bei meiner Tante auf einem Gartenfest eingeladen. Alles war prima, ich habe mich mit Essen und Trinken zurückgehalten, da ich meinen Darm ja kenne. Gegen halb zwölf bekam ich plötzlich starke Krämpfe. Es wurde immer schlimmer. Langer Rede kurzer Sinn, obwohl die Fahrt von meiner Tante zu mir nur 20 Minuten dauert, hätte ich das in der Nacht nicht geschafft. Also blieben wir gezwungener Maßen über Nacht. Zum Glück wußte mein Tante von meinem Crohn, hat selbst eine Arbeitskollegin, die auch Crohn hat und hat ein großes Gästezimmer. Am nächsten Morgen hatte sich mein Darm wieder soweit beruhigt, dass wir nach Hause fahren konnten.
Jetzt überlege ich mir, ob ich überhaupt abends noch weggehen kann? Letzte Woche bei einem Geschäftsessen bekam ich sogar mittags dieses verräterische Grummeln im Bauch. Das beste wäre wohl, wenn ich gar nichts mehr esse, wenn ich unterwegs bin. Allerdings zieht das wohl auch wieder mehr Aufmerksamkeit nach sich, als ich eigentlich will.
Trotz allem habe ich heute morgen optimistisch versucht, einen weiteren Auslaßversuch zu starten. Drückt mir mal die Daumen.
Einen schönen Sonntag und eine gute Woche

Carla

Die aktuellsten Kommentare:

14.08.2005
Von: Alex
Auf Ablehnung stoßen
Hallo alle miteinander!

So meinen Umzug habe ich gut überstanden. War ganz schön stressig. Jetzt finde ich endlich mal wieder Zeit zu schreiben.

Vor kurzem musste ich wieder einmal feststellen das man als CEDler einfach einen Stempel aufgedrückt bekommt. Viele Leute können einfach mit unserer Krankheit nichts anfangen und stellen uns dann als „eingebildete Kranke“ hin. Das man uns die Krankheit meistens nicht ansieht begreifen viele einfach nicht. Du wirst dann hingestellt wie wenn du dir das alles nur einbildest. „So schlimm können die Schmerzen ja gar nicht sein“ oder „Nun stell dich nicht so an, ich hab auch oft Durchfall“. Ich kann solche Sprüche echt nicht mehr hören. Natürlich kommen dann auch solche „Blaumachertheorien“ zum Vorschein wie bereits von Verena berichtet worden sind. So was macht mich einfach nur wütend!
Die meisten trauen sich ja dann nicht einmal einem das was sie denken ins Gesicht zu sagen. Man bekommt es dann oft nur hinten herum heraus was sie über einen denken.
Ich selbst habe auch schon oft diese Erfahrung gemacht. Da denkst du: gehe ich mal mit meiner Krankheit offen um und erzähle davon und Bums kriegst du eine vor den Latz geknallt. Mein Spruch war immer: Ich habe eine chronisch entzündliche Darmerkrankung die nicht ansteckend und nicht heilbar ist. Mittlerweile kommt es mir so vor als ob die Leute nur hören Darmerkrankung und sofort denken, nix wie weg hier, die ist krank!
Ich habe aber daraus gelernt; auf solche Leute kann ich verzichten. Durch meine Erkrankung habe ich herausgefunden, wer meine wahren Freunde sind.
Das Problem an unserer Erkrankung ist, die wenigsten kennen sich damit aus bzw. haben jemals davor gehört. Und das andere Problem ist, das es in unserer Gesellschaft ein „Ekelthema“ ist und auch bleiben wird!
Wenn ich genau darüber nachdenke, könnte ich nur noch heulen. Doch andererseits hat es mich auch stark gemacht. Denn wie gesagt, auf solch Leute kann ich verzichten.
Wenn ihr auch ähnliche Erfahrungen gemacht habt, dann würde ich mich freuen wenn Ihr darüber berichten würdet.
Denn nur gemeinsam sind wir stark!

In diesem sinne

Eure Alex

Die aktuellsten Kommentare:

05.08.2005
Von: Verena
Schulalltag
So, nun melde ich mich auch einmal wieder, ich bin Verena und habe Morbus Crohn.

Ich werde euch heute einmal von meinem Schulalltag berichten.
In aktiven Schüben habe ich Angst in die Schule zu gehen. Angst vor irgendwelchen Peinlichkeiten, von diesem unkontrolliertem Verlauf... Von vielen Schülern bekommt man an den Kopf geworfen, Ich würde blau machen etc. Von einer Lehrerin bekomme ich vorgeworfen, ich würde mir in der Reha ein paar schöne Wochen machen und mal 3 Wochen fehlen, danach noch Ansprüche haben, ich könne die Klassenarbeiten nicht mitschreiben. Die Klassenarbeit war montags, an meinem ersten Tag. Ich habe in der Reha anderes zu tun, ausser zu lernen. Für mich ist das unverständlich.

Ich habe gegen Bauchschmerzen immer meine krampflösende Tropfen dabei. Die kommen häufig in irgendwelchen Stresssituationen zum Einsatz.

In meiner alten Schule wussten alle Lehrer Bescheid, waren verständnissvoll... Mit dem Bus musste ich ca 10 min fahren. Zu meiner neuen Schule sind es ca 90 min. Wenn es mir dann mal nicht gut geht, ich auf Toilette muss... kann die Fahrt schon mal unerträglich werden.
Nächstes Jahr können wir in Biologie ein Seminarfach belegen. Das Thema ist willkürlich. Wir haben ein ganzes Jahr Zeit, um es zu bearbeiten. Es enthält Interviews, Statistiken.... Ich habe mir vorgenommen das Thema „Morbus Crohn „ zu nehmen. Ich habe viel Material, Erfahrungen... Die Seminarfachbelegung ist freiwillig, dafür wird aber eine Abiturprüfung gestrichen. Das heißt, Anstrengung, also wenn ich fragen habe, hoffe ich auf eure Mitarbeit :-)

Verena

Die aktuellsten Kommentare:

04.08.2005
Von:
Schnelle Diagnose
Bei mir wurde vor 10 Jahren Morbus Crohn festgestellt. Ich bin damals zum Arzt wegen länger anhaltenden Durchfällen. Nachdem das Imodium nicht geholfen hatte, hat meine Ärztin direkt auf MC getippt. Diese Diagnose hat sich dann auch nach der Darmspiegelung bestätigt.

Ich habe die Krankheit anfangs fast nicht wahrgenommen, weil die Anzeichen so schwach waren. Ich bin sehr froh, dass meine Ärztin so aufmerksam war. Ich glaube dadurch ist mir viel erspart geblieben. Man hört sehr viele Schreckensgeschichten von Patienten, bei denen die Diagnose erst nach mehreren Krankenhausaufenthalten oder verschiedenen Fehldiagnosen gestellt wurde. Ich wollte auch mal eine positive Geschichte erzählen.

Die aktuellsten Kommentare:

04.08.2005
Von:
Abszesse und Fisteln

Eigentlich sind wir CED-Patienten schon genug gestraft mit unseren Bauchkrämpfen und Durchfällen. Aber damit uns nicht langweilig wird und uns nichts entgeht kommen noch bei vielen Patienten die Fisteln und Abszesse hinzu.
Ich hatte früher häufig kleine Abszesse am Po, die früher oder später von selbst aufgegangen sind. 1997 hatte ich einen riesigen Abszess der aufgeschnitten werden musste. Während der OP wurde festgestellt, dass ich auch noch eine Fistel habe, die von der Pobacke in den After läuft. Die Fistel konnte aber nicht entfernt werden.
Die Behandlung nach der OP war schrecklich. Die Kompressen, die nach der OP in die 4cm-große Wunde gesteckt wurden sind natürlich durch die Blutungen richtig angetrocknet und wurden dann angefeuchtet und herausgerissen. Das waren ganz schreckliche Schmerzen. Die täglichen Verbandswechsel waren auch nicht sehr angenehm.
Es hat dann ungefähr 4 Jahre gedauert bis mir die Fistel wieder Probleme bereitet hat. Ich hatte sogar beim Geschlechtsverkehr Schmerzen. Der Frauenarzt war der Meinung, dass das von der Fistel kommt. Bei einer Untersuchung im Krankenhaus wurde festegestellt, dass die Fistel nun auch in die Scheide verläuft. Nach mehreren Untersuchungen wurde mir mitgeteilt, dass die Fistel nur erfolgreich operiert werden könnte wenn man mir ein Stoma anlegt. Da brach eine Welt für mich zusammen. Das konnte ich mir nun gar nicht vorstellen. In den nächsten Tagen schon wurde mir ein doppelläufiges Ileostoma angelegt. Ich musste dann kurze Zeit wieder Kortison nehmen und als der Darm nicht mehr entzunden war wurde die Fistel erfolgreich operiert – 3 Monate später.

Das Stoma habe –nach eigenen Wunsch - bis jetzt behalten.
Ich komme sehr gut damit zurecht. Es ist eine unheimliche Erleichterung für mich und steigert meine Lebensqualität erheblich. Ich kann viel mehr unternehmen und hatte seitdem auch keinen Schub mehr.
Im Rückblick kann ich sagen, dass das nicht die schönste Zeit in meinem Leben war, aber ich kann froh sein, dass die Fistel meinen Schließmuskel nicht verletzt hat.

Die aktuellsten Kommentare:

31.07.2005
Von: Carla
Meine Grenzen des positiven Denkens
In jedem Forum lese ich von Leuten, die ihre Krankheit mit positivem Denken gut im Griff haben. Hier habe ich auch schon einen Kommentar in diese Richtung gelesen. Ich bewundere diese Leute sehr. Ich bin an sich ein sehr optimistischer Mensch, bin sehr viel gereist und habe oft einen "drauf"gemacht - wie man so schön sagt. Dann kamen haufenweise Symptome und schlussendlich die Diagnose Morbus Crohn. Leider stößt meine positive Lebenseinstellung immer wieder an Grenzen. Ich habe - obwohl ich keine Zeit für meinen Crohn habe - immer wieder Tage, an denen es mir wirklich schlecht geht. Krämpfe, Schüttelfrost, Erschöpfungszustände das alles läßt sich nicht mit purem Optimismus kurieren. Ich mache mir dann auch immer Gedanken, wie andere wohl so viel besser mit ihrer Krankheit klarkommen als ich. Bin ich die einzige, die immer wieder daran verzweifelt, keine langen, spontanen Reisen mehr machen zu können? Keine durchtanzten Nächte in der Disko (wenn ich mich abends viel bewege, bekomme ich nämlich Krämpfe)? Bin ich nur ein Jammerlappen oder was? Ich habe auch keine Lust mehr allen zu erzählen, wie gut ich mit der Krankheit klarkomme. Es stimmt nämlich nicht. Aber wenn ich ehrlich bin, will das ja niemand hören. Es würde mich wirklich freuen, wenn ich mal von Leuten hören würde, denen es ähnlich geht. Gern auch direkt per mail.

Die aktuellsten Kommentare:

26.07.2005
Von: Michel
Hörsaal Herren-Toilette
Hallo alle zusammen im Weblog!
Schon von Beginn an verfolge ich gespannt eure Einträge mit großem Interesse und bin erstaunt doch so viele Probleme des alltäglichen Lebens mit ebenfalls anderen CED-Betroffenen zu teilen. Grenzen des eigenen positiven Denkens, CED als Vorwand für’s „Blau-machen“, Toiletten-Marathon in der Öffentlichkeit und vieles mehr.

Doch nun zu mir: obwohl ich schon länger als Autor eingetragen bin, muss ich leider zu meiner eigenen Schande gestehen, dass ich noch nicht die Zeit gefunden habe hier aktiv tätig zu werden. Dies soll somit geändert werden…

Zu meiner Person: mein Name ist Michel und meine Diagnose lautet Colitis ulcerosa. Die Erstdiagnose wurde ziemlich rasch vor 5 Jahren während eines kurzen Schubs (max. 2 Wochen) gestellt. Nachdem nichts weiter folgte, habe ich mir um die Erkrankung auch keine weiteren Gedanken und Sorgen gemacht, schon gar nicht über die Bedeutung der Chronifizierung.

Im Jahre 2001 begann mein Studium und kurz vor der „großen“ Prüfung in 2003 -am Übergang zum Hauptstudium- hat es mich dann erneut erwischt. Es folgte ein starker Schub, der mich nunmehr seit 2 Jahren begleitet. Mittlerweile lässt sich aber der Alltag und das Studium (Gott sei Dank!) unter einer Therapie mit Cortison, Mesalazin und Azathioprin recht gut meistern.

Schon jetzt wird meine Zeit wieder etwas knapp, deshalb folgt später mehr.
Viele Grüße und alles Gute!

Michel

15.07.2005
Von: Alex
CED erleben
Hallo zusammen.

Ich möchte mich erst mal kurz vorstellen. Geboren und getauft worden bin ich auf den Namen Alexandra. Das ganze ist jetzt schon 30 Jahre her. Im großen und ganzen ist mein Leben gelaufen wie jedes andere „normale“ Leben auch. Bis vor gut 4 Jahren. Da trat doch so eine komische Krankheit in mein Leben und das auch noch ohne mich vorher zu fragen ob ich sie überhaupt haben möchte! Na prima dachte ich mir. Ich lief von einem Arzt zum andern und zum Schluss bekam ich dann so eine Broschüre in meine Hand gedrückt. Das ganze war so nach dem Motto: „Da hast Deine Diagnose, schau wie Du selbst damit klar kommst!“
Für mich brach damals eine Welt zusammen.
Hätte ich nicht den starken Rückhalt von meiner Familie und meinen Freunden bekommen würde ich wahrscheinlich jetzt nicht hier sitzen und schreiben. Ich denke mir immer wieder wie wichtig die Familie für uns CED-Betroffenen doch ist.
Mittlerweile komme ich ganz gut mit meinem Crohn klar. Ich habe auch aufgrund des Schocks von damals den Internisten gewechselt. Von solchen „Halbgötter in Weis“ habe ich die Nase voll. Auch auf die Medikamente bin ich relativ gut eingestellt.
Meistens lässt sich mit MC ganz gut leben, aber ab und zu bekommt man einfach einen mit dem Hammer auf den Kopf. So ging es mir zumindest jetzt. Ich war jetzt fast ein halbes Jahr ohne irgendwelchen Medikamenten ausgekommen. Da ich momentan mitten im Umzug stecke, kommt natürlich viel Stress dazu. Ich kann nur sagen, Stress ist für unsere Krankheit ein gefundenes fressen. Jetzt bin ich seit gut 6 Wochen wieder auf Medikamente und durchgeschlafen habe ich auch seit 6 Wochen nicht mehr.
Aber na ja was soll´s. In gut 1 Woche habe ich den Umzug endlich hinter mir und ich freue mich riesig auf meine neue Wohnung. Dort mache ich es mit meinem Schatz und meinen Miezen richtig schön gemütlich.

Also, Ihr lieben Leute merkt Euch eines: Stress ist Gift für uns!!!
Haltet die Ohren steif!
In diesem Sinne

Eure Alex

09.07.2005
Von: Carla
Reha und Erholung?
Im April bin ich für 3 Wochen zur Reha gefahren. Nach einem endlosen Papierkrieg mit der BfA wurde mir die Kur schnell bewilligt. Ich hatte mir vorher schon einige Gedanken gemacht, was ich aus der Reha alles mitnehmen wollte. Es sollte aber anders kommen. Bei meinem Aufnahmegespräch legte ich meiner Stationsärztin alle Arztbriefe vor (von der BfA so gewünscht) die sich in den letzten 2 Jahren angesammelt hatte. Kommentar der Ärztin "Muss ich das jetzt alles lesen?". Ich bekam eine Menge Anwendungen, Massagen, Sport, Ernährungsberatungen und Voträge. Alles ganz prima. Das gesamte medizinische Personal war sehr nett und kompetent. Leider mit Ausnahme der Ärzte. Die Herren und Damen in weiß waren sicherlich kompetent, konnten das aber mir gegenüber nicht zum Ausdruck bringen. Mir wurde Azathioprin verordnet mit der Argumentation, an meinem "massiven(O-Ton)" Übergewicht würde man ja sehen, dass ich einen steroidabhängigen Crohn hätte. Auf meine Thrombose wurde überhaupt nicht eingegangen. Vor allem nicht im Zusammenhang damit, dass Azathioprin die Wirkung von Gerinnungshemmenden Medikamenten hemmt. Nun ja, da blieb mir nur der Anruf bei meinem behandelnden Gastro zu Hause, um mich abzusichern.
Während der Abschlussuntersuchung legte mir der Oberarzt nahe, mir doch einfach (!!!) mal einen Job zu suchen, den ich auch mit meiner Krankheit ausüben könne. Klar, der Gedanke war mir auch noch gar nicht gekommen. Der Stress mit den Ärzten hat dazu geführt, dass es mir während der Reha nicht wirklich gut ging. Außerdem habe ich das 3 mal am Tag und sonst nichts Essen nicht gut vertragen. Alle Hinweise auf eine nicht stattfindende Verbesserung wurden abgetan, ich könne mir ja Buscopan bei der Schwester holen, wenn ich Krämpfe hätte.
Überraschenderweise bin ich aber doch als arbeitsunfähig entlassen worden. Ich habe mich sicherlich gut in der Reha erholt, hätte mir aber mehr persönliche Beratung gewünscht. Ich sehe das Ganze im Nachhinein eher als Wellness Erfahrung. Auf jeden Fall sollte man sich vor einer Reha einige Gedanken machen, was man dort machen will. Ich habe dort nämlich auch Leute kennen gelernt, die nur 1-2 Anwendungen am Tag hatten, weil sie nicht so genau wußten, was, sie wollten und die Ärzte wohl ab und an sehr zurückhaltend mit der Verteilung der Anwendungen waren. Alles in allem kann ich eine Reha nur empfehlen, weil man mal "raus" kommt und sich um nichts kümmern muss. Allerdings sollte man sich von den Ärzten nicht zu viel erwarten. Ich habe während meiner 3 Wochen 4 mal einen Arzt gesehen.
Am Ende der Reha konnte ich nun auf 12 Monate "Krankgeschrieben-Sein" zurückblicken. Wie es weitergeht demnächst hier.

Die aktuellsten Kommentare:

06.07.2005
Von: Verena
Diagnose, Erfahrungen ...
Hallo!
Ich bin 18 Jahre alt und habe seit 2 ½ Jahren MC. Bei mir hat alles ganz langsam angefangen. Ich war mit einer Freundin im Urlaub und hatte immer totale und langanhaltende Bauchschmerzen und Durchfälle. Im Urlaub dachte ich, ja das wird wohl das Essen sein. Doch als es immer noch nicht vorüber ging, wir dann mit der Schule auf Abschlussfahrt waren, ich jeden Abend daheim bleiben musste, ich ständig Durchfälle und Bauchschmerzen hatte, ging ich dann mal zum Arzt.

Ihm war es eigentlich gleich klar, MC oder CU. Er hat von irgendetwas gefaselt, was ich nicht verstanden habe. Mir wurde Blut abgenommen. Am Sonntag Abend um 21 Uhr bekomme ich dann einen Anruf von meinem Hausarzt. Ich war erst mal total überrascht und gleichzeitig total erschrocken. Bei meinem Arztbesuch hab ich gar nichts kapiert, MC und CU. Was ist das? Er meinte am Telefon nur, ich soll schnellstens vorbei kommen.

Meine Eltern regten sich auf und machten sich sorgen, weil sie nicht wussten was los war. Es hätte alles sein können, wenn ein Arzt Sonntags abends anruft. Am nächsten Tag war mir aber gar nicht danach zum Doktor zu gehen. Ich ging dann trotzdem. Er erzählte und erklärte mir erst einmal alles. Es war aber erst mal ein Verdacht. Also machte ich alles durch, von A-Z. Darmspiegelungen, Röntgen, Ultraschall... Ich probierte viele Tabletten aus und es wurde immer schlimmer. Bis ich dann im Februar einen Schub hatte. Da war ich 16. So was schmerzhaftes und schreckliches habe ich noch nie erlebt. Und ich habe richtig Angst davor, wieder einen nächsten zu bekommen.

Ja dann war ich 3 Wochen im Krankenhaus, wurde künstlich ernährt, meine Tabletten wurden umgestellt, bekam 160mg Kortison... Im März kam ich dann wieder aus dem Krankenhaus. Im April hatte ich meine schriftlichen Prüfungen für die Mittlere Reife. Ich war natürlich total demotiviert. Wollte aus lauter Angst, das ich das Jahr nicht schaffen könnte im Krankenhaus lernen. Jetzt ging es mir ja wieder gut bei der Kortisondosis. Als ich dann heim kam, packte ich aus, lernte erst mal... Vor dem Krankenhausaufenthalt war dies unmöglich. Ich lag den ganzen Tag im Bett und hätte die ganze Zeit heulen können vor Schmerzen. Die stärksten Schmerzmittel haben nichts mehr gebracht. Bis sie mir dann sogar Morphium gegeben haben. Dann die Prüfungen, welche Angst. Ich hatte danach kein Gefühl nichts. In Deutsch, ich war nie gut, immer 4er. Dann die Ergebnisse. Ich hatte die beste Prüfung abgelegt. Ich war natürlich ganz stolz und dachte nur, es gibt immer wieder einen Weg es zu schaffen und es gibt immer ein Lichtlein. Ich hab dann ein relativ guten Abschluss gemacht und am Ende noch eine Belobigung bekommen. An meiner Abschlussfeier habe ich dann eine Urkunde und einen Preis bekommen. Ich war natürlich überglücklich das sie dabei an mich gedacht haben. Ich fand es einfach nur toll! Jetzt versuche ich mein Abitur zu machen und hoffe nur, dass es nicht so läuft wie auf der Mittelstufe.

Das ganze Jahr über ging dann alles gut. Ich sollte in Reha gehen, um mit meiner Krankheit klar zu kommen. Zuerst lehnte ich alles Dankend ab, wollte nichts davon wissen, warum auch? Mir gings gut. Ich konnte wieder alles machen.

Dann im Dezember 2004, 1 Woche vor Weihnachten hatte ich mit meiner Mutter einen schweren Autounfall. Mit 1000 Schutzengeln. Natürlich war das alle auch wieder Aufregung, Schreck... Mir gings ziemlich misserabel. Als ich dann auf dem Klo war und ziemlich viel Blut verlor, dann ins Krankenhaus musste, in irgendein Zimmer abgestellt wurde, was die letzte Rumpelkammer war, wollte ich schon einfach gehen. Der Unfall, dann kurz vor Weihnachten, meine Mutter lag daheim, konnte nichts machen, mich nicht besuchen (wegen dem Unfall) und ich lag nur heulend im Krankenhaus. Bis ich dann auf eigene Verantwortung das KH verlassen hab. Ich hab es dort nicht mehr ausgehalten.

Dann beschloss ich in die Reha zu gehen, was eine sehr gute Entscheidung war. Ich habe dort super nette Leute kennen gelernt, neue Erfahrungen gemacht, meine Krankheit besser kennen gelernt... Es war dort eine heile Welt, ohne Schulstress, einfach ohne alles. Ich wollte gar nicht mehr nach Hause gehen. Es war dort einfach alles so ruhig. Bin dort sogar in die Kirche gegangen. Daheim geh ich jetzt manchmal auch noch, einfach mal um eine Stunde nichts zu tun, und meine Ruhe zu haben, denn zu Hause ist wieder alle anders. Am liebsten würde ich sofort wieder hin gehen. Es ist aber ziemlich schwierig, Schule...
Ich werde sehen was kommt....

Fortsetzung folgt.

Die aktuellsten Kommentare:

30.06.2005
Von: Carla
Bürokratie und Krankheit
Ich habe seit 2001 eine diagnostizierte CED (erst CU, seit 2 Jahren MC). Bis 2004 hatte ich jedes Jahr nur einen mittelschweren Schub. Im April 2004 wurde aus einem akuten Schub ein chronisch-aktiver Verlauf, der dazu führte, dass ich 14 Monate krankgeschrieben war. Im Laufe dieser Zeitspanne habe ich einige Probleme mit Begleiterkrankungen gehabt, aber dazu vielleicht an anderer Stelle mehr. Ich möchte hier etwas darüber berichten, wie die Bürokratie auch den optimistischen Kranken zermürben kann.

Im Februar 2005 habe ich eine Reha-Maßnahme bei der BfA (Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) beantragt. Der Umfang des Antragsformulars verursachte bei mir direkt Bauchschmerzen. Ich bekam sehr schnell von der BfA die Zusage, dass ich im April nach Bad Kissingen zur Reha fahren könne. Mit der Zusage bekam ich weitere Formulare. Erschwerend kam noch dazu, dass ich privat versichert bin und daher viele Formulare zwar nicht von mir gefordert, im Nachhinein aber doch von der BfA gebraucht wurden. Vorausschauend wie ich manchmal bin, habe ich alle Formulare, auch die, die nicht für mich vorgesehen waren, ausgefüllt. Fristgerecht abgeschickt erhoffte ich mir eine schnelle Reaktion bzgl. meines Übergangsgeldes, das mir aufgrund der Tatsache, dass ich keinen Anspruch mehr auf Lohnfortzahlung hatte, zustand. Ich bekam das Geld aufgrund von falsch gelesenen Formularen (kein Wunder, bei der Masse) und nicht besonders verständnisvollen Mitarbeitern erst 4 Wochen NACH der Reha Maßnahme.

Meine Krankenversicherung zeigte sich sehr kulant und zahlte während dieses Wartens, mein volles Krankentagegeld weiter, damit ich nicht ganz auf dem Trockenen sitzen musste. Überhaupt habe ich in den letzten 14 Monaten gelernt, dass man auch mit einem überzogenen Konto gut leben kann. Es gibt halt nicht regelmäßig Geld, sondern immer erst dann, wenn man vom Arzt hat bestätigen lassen, dass man weiter krank ist.
Momentan mache ich eine Wiedereingliederung am Arbeitsplatz, ich arbeite gerade 4 Stunden am Tag und hoffe, dass ich mich in den nächsten Wochen bis Mitte August wieder auf Vollzeit steigern kann.

In Kürze werde ich von meinen Erfahrungen in der Reha berichten.

Die aktuellsten Kommentare:

28.06.2005
Von: Rolf Allerdissen
„Mein neuer Freund das Klo!!!"
Ja, hallo erstmal, ich bin Rolf und ich lebe jetzt seit 19 Jahren mit meiner Colitis ulcerosa und langsam gewöhne ich mich daran. In dieser Zeit habe ich auch viele Erfahrungen mit der Krankheit gemacht. Anfangs waren die meisten Erfahrungen bei mir leider negativ.

Also kurz in die Zeitmaschine gesetzt und...

Es war ein heißer Freitag im Sommer als ich morgens mit starken Bauchschmerzen erwachte und sofort zur Toilette musste. Blöd, gestern Abend wohl was Falsches gegessen dachte ich nur. Also ganz normal ab zur Arbeit. Aber habt ihr schon mal alten Damen den Kopf gewaschen, dabei auf einem Bein gestanden und die Zähne zusammengebissen vor Schmerzen. Nein, so hatte ich mir den Arbeitstag nicht vorgestellt.

Bis kurz nach Mittags wurden die Krämpfe schlimmer und ich musste noch weitere 4x zur Toilette. Ungewöhnlich - musste ich doch sonst höchstens alle 2 Tage mal das Klo aufsuchen. Meine Chefin wollte mich nicht gehen lassen. Freitag ist sowieso kein Arzt dienstbereit sagte sie lapidar. Sch… drauf, ich packte meine Sachen und fuhr in die Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses. Dort angekommen wurde mir auch noch übel und ich übergab mich im hohen Bogen auf dem Weg zur Toilette.

Das war ein großer Fehler! Diagnose: Der Typ hat gestern zu viel Alkohol getrunken. 2 Tage ohne wirkliche Behandlung im Krankenhaus und die Wettläufe zum Klo wurden nicht weniger.

Da ich am Montagmorgen immer noch starke Schmerzen beim Stuhlgang hatte wurde für den Dienstag ein Kontrasteinlauf-Röntgen, für Mittwoch eine Magenspiegelung und für Donnerstag eine Darmspiegelung mit Biopsie angesetzt. Bei dieser Spiegelung stellte man fest, dass die untersten 15- 30 cm Darm so stark entzündet waren, dass sie mit dem Schlauch kaum durchkamen. Das Ergebnis der Biopsie lautete Diagnose Colitis ulcerosa.

Ja, schon klar was ist denn das für ein Kram. Medikamente nehmen, Diät halten und keinen Stress haben war der Rat der behandelnden Ärzte.In der zweiten Woche im Krankenhaus teilte mir ein Medizinstudent im praktischen Jahr so kurz mal nebenbei mit, dass ich mit der Erkrankung keine 30 Jahre alt werden würden.

Nach 4 Wochen wurde ich entlassen, war noch weitere 2 Wochen krankgeschrieben und hielt mich an die verschriebene Medikation und den Diätplan. Aber wie sollte ich denn Stress vermeiden? Darauf gab mir niemand eine echte Antwort. Werde einfach ruhiger, war die zentrale Antwort aller „Experten“ - Fortsetzung folgt.

Die aktuellsten Kommentare:


TEST
Zum vorigen Bild wechselnSlideshow anhaltenSlideshow startenZum nächsten Bild wechseln

Autor werden:
Haben Sie Lust, diese Seite inhaltlich mitzugestalten?
Wir suchen noch Autoren für unseren Weblog.
Infos und Anmeldung »Â 

Info:
Alles über Weblogs