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Medizinischer Expertenservice
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Neuvostellung
18.03.2006
Von: Olaf

Hallo alle zusammen
Als User der ersten Stunde auf dieser Seite habe ich mich nun entschlossen meinen "Senf" auch beizusteuern.Mein Name ist Olaf,ich bin 38 und habe seit zehn Jahren Morbus Crohn.Der wurde diagnostiziert als ich mit häufigen Herzrasen zum Artzt ging.Nach etlichen Tests und Untersuchungen konnte keiner der Ärtzte etwas feststellen.Ich wurde zum Internisten geschickt wegen einer Herzsono .Auch der fand erst nichts auffälliges.Aber er begann mich systematisch zu checken und weihte mich in die Geheimnisse einer Endoskopischen Untersuchung ein. Noch während der Spiegelung erstellte er die Diagnose.Eine Woche später, nach Auswertung aller Befunde hatten wir ein langes Gespräch und ich war irgendwie geschockt.Mit einem Bündel Broschüren bin ich los um mich zu belesen.Mir wurden viele Dinge klar.Ein kräftiger Mann mit 1.80 m Größe und 65 kg Gewicht bei großem Appetit kann nicht normal sein.Auch häufige Bauchschmerzen und Durchfälle sind eben keineswegs gesund.Was jetzt kam kennt ihr alle recht gut. Kortison,Mesalazin und ein Magenschoner bis man aussieht wie ein Kürbis.Die Toilette ist der beste Freund.Das zog sich fast 4 Jahre hin und die Waage zeigte stolze 80 kg.Es ging mir jetzt besser und ich kam langsam vom Kortison runter.Mein Artzt stellte mich versuchsweise auf Azathioprin und Mesalazin um.Das klappte erst sehr gut, aber dann kam die Trennung von meiner Frau und ein höllenstress im Job.Fazit,der Morbus legte nochmals nach und ich muffelte fleißig Kortison.Ihr seht das seelischer Stress viel bewirken kann, denn wenn(sehr selten) bei mir Stress auftritt meldet sich sofort mein stiller Begleiter.Das er so still ist habe ich in erster Linie meiner Freundin zu verdanken.Nach der Scheidung zog ich zu ihr,wechselte den Job und bin seitdem sehr glücklich. Auch die Behandlung mit Azathioprin und Mesalazin tragen dazu bei das ich seit fast 5 Jahren ohne Beschwerden bin.Mal abgesehen von ein paar Ausrutschern wenn einem die Nüsse,Zwiebeln und Sauerkraut zu gut schmecken.Das sind meine Erfahrungen aus den letzten zehn Jahren mit MC und ich habe gelernt damit zu leben.Meine größte Sorge gilt der Rückkehr in eine heftige Phase,die,so hoffe ich, nicht in naher Zukunft sein wird.In diesem Sinne verabschiede ich mich und wünsche allen einen beschwerdefreien Start in den Frühling.

Kommentare dazu:
26.04.2010
Von: iupock@uxvbfi.com

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